Mark-E startet als Dienstleister

Virtuelles Kraftwerk

Der südwestfälische Energieversorger Mark-E, ein Unternehmen der Enervie-Gruppe, bündelt die Anlagen seiner Kunden zu einem virtuellen Kraftwerk und vermarktet es über den hauseigenen Energiehandel.

27. August 2014

Die benötigte Hard- und Software für die Cloud-basierte Lösung entwickelte die Siemens-Division Smart Grid. 1.100MW Leistung aus rund 450 Anlagen kommen für das virtuelle Kraftwerk, Stand Ende Juli, zusammen, so das Unternehmen. Es sind Windkraft- und PV-Anlagen, dezentrale BHKW, konventionelle Kraftwerke oder industrielle Verbraucher, die im ›Mark-E Power Pool‹ gebündelt werden. Der Energieversorger bietet darüber bundesweit den Betreibern an, Sekundärregelleistung, Minutenreserve und Direktvermarktung von EEG-Anlagen im Energiemarkt zu platzieren.

Diesen Service will er weiter ausbauen. Basis sei dabei das bestehende Know-how im Unternehmen aus der Vermarktung von 1.300MW Leistung konventioneller Anlagen.

Mark-E ist seit 2001 im Energiehandel tätig. Zielgruppe der neuen Dienstleistung sind neben Anlagenbetreibern auch Stadtwerke, die wiederum ihren Kunden den Zugang zum Energiemarkt über das virtuelle Kraftwerk anbieten können, so der Energieversorger weiter. Die IT-Lösung für das virtuelle Kraftwerk stellt Siemens im Rahmen eines hosted Service zur Verfügung, so die Smart Grid Division des Konzerns. Hardware und sein Cloud-basiertes DEMS-Portal stellt das Unternehmen in einem Service Center bereit, auf das Mark-E via Benutzerschnittstelle zugreift. Omnetric liefert und betreibt die dafür nötige Infrastruktur.

www.mark-e.de, www.siemens.de

Erschienen in Ausgabe: 07/2014