Mehr als sicher

Batterien sichern die unterbrechungsfreie Stromversorgung in kritischen Bereichen wie Rechenzentren, Kommunikationsnetzwerken oder industriellen Prozessen. E.on und Vertiv sind eine Kooperation eingegangen, um solchen Unternehmen neben sicherer Versorgung zusätzliche Erlöse zu ermöglichen.

02. Juli 2018

Die auf Batteriesystemen basierende Lösung wird im ersten Schritt auf dem deutschen Markt angeboten, wie E.on weiter mitteilt.

Regelenergie liefern

Mit dem Konzept der beiden Unternehmen fungiert die Batterie nicht nur als Back up, sondern kann in Zeiten eines geringeren Verbrauchs oder hoher Eigenerzeugung den Strom in die andere Richtung, also in das öffentliche Stromnetz, einspeisen.

Das Unternehmen nimmt dann am Regelenergiemarkt teil, vermarktet dort Flexibilität, erschließt sich eine neue Einnahmequelle und stabilisiert nebenbei das Stromnetz.

Eingebunden in Virtuelles Kraftwerk

Vertiv installiert dafür die technische Infrastruktur, während E.on die Schnittstelle zum Energiemarkt bildet. Das Batteriesystem wird Teil des Virtuellen Kraftwerks des Essener Energieversorgers.

Lithium statt Blei

Im Zuge einer Modernisierung empfehlen die Partner den Einsatz von Lithium-Batterien anstelle der heute häufig eingesetzten Bleibatterien. Sie seien kleiner, leichter und haben eine größere Anzahl von Lade-Entladezyklen.

Neben einer längeren Lebensdauer erreichen Lithium-Batterien auch eine höhere Energiedichte und funktionieren in einem breiteren Temperaturbereich. Für einen Einsatz am Energiemarkt seien Lithium-Batterien damit hervorragend geeignet, so die beiden Unternehmen.

„Viele unserer USV-Kunden hören sicherlich gerne, dass sie ihre batteriegestützten USV-Systeme jetzt auch abseits ihrer eigentlichen Bestimmung gewinnbringend einsetzen können“, so Reinhard Purzer, Geschäftsführer von Vertiv in Deutschland.

Durch die Partnerschaft mit E.on ermögliche man den Kunden dies. Und Kunden von E.on, die noch keine USV-Anlage besitzen, die für die Teilnahme am Regelenergiemarkt geeignet ist, können das gemeinsame Angebot nutzen.