Mehr Schatten als Licht

Die 2009 geschlossene Kooperation zwischen Lichtblick und VW für Mini-BHKW ist beendet. „VW hält wesentliche wirtschaftliche Vertragsvereinbarungen nicht ein“, so Heiko von Tschischwitz, Vorsitzender der Geschäftsführung von Lichtblick. Zuletzt habe VW die finanziellen Forderungen immer weiter in die Höhe geschraubt. Seit 2009 konnten den Angaben zufolge 1500 Mini-Kraftwerke im Markt platziert werden.

03. Juni 2014

Lichtblick wird von VW Schadensersatz für das entgangene Geschäft einfordern. Für Immobilienbesitzer, die bereits ein sogenanntes Zuhausekraftwerk im Keller haben, ändert sich laut Lichtblick nichts. Bestehende Kundenverträge werde Lichtblick langfristig erfüllen, so das Unternehmen in einer Mitteilung.

Die Aufgabe des Geschäftsfeldes Zuhausekraftwerk wird auch einen Stellenabbau im höheren zweistelligen Bereich unter den 470 Lichtblick-Mitarbeitern nach sich ziehen, so Lichtblick.

Auf betriebsbedingte Kündigungen soll möglichst verzichtet werden. Einzelheiten wird die Geschäftsführung in den kommenden Wochen mit dem Betriebsrat abstimmen.

Mini-BHKW seit 2009 im Angebot

Nach dem Start der Kooperation zwischen VW und Lichtblick im Jahr 2009 führten unerwartete technische Herausforderungen zunächst zu Verzögerungen im Marktanlauf. Diese konnten jedoch in intensiver Zusammenarbeit der Partner gelöst werden.

Lichtblick hat nach eigenen Angaben als Mittelständler erhebliche personelle und finanzielle Ressourcen investiert, um die technologische Entwicklung des Volkswagen-BHKWs voranzutreiben.