»Trotz klarer Vorgaben gibt es immer wieder Netzbetreiber, die nicht in der Lage oder auch nicht willens sind, die Verbrauchsdaten der Kundenmessstellen zeitnah und in der notwendigen Qualität zu übermitteln«, fasst Stefan Wietzke zusammen, der künftig die Geschäftsführung der Meine-Energie Technik & Service GmbH übernehmen wird.

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Deshalb habe man sich entschieden, die Marktrolle im eigenen Unternehmen abzubilden. Den Kunden werde so eine Komplettlösung angeboten, ohne dass sie in zusätzliche Hardware investieren müssten. Verbrauchsdaten können nun ohne Umwege über Netzbetreiber oder andere Messdienstleister direkt und automatisiert in das Energiemanagementportal www.meine-energie.de fließen, teilte Meine Energie mit. Die Datenübermittlung erfolge auf Basis des BSI-Schutzprofils. Künftig bietet das Portal Echtzeitanwendungen, etwa für das Monitoring kritischer Energieinfrastrukturen. Auch die Einführung eines Energiecontrollings auf Basis der ISO 50001 finde man dort stark vereinfacht vor.

Das Energiemanagementportal steht Unternehmen ab einem Stromverbrauch von 100.000 kWh bis 10 GWh pro Standort und Jahr offen. Hinzu komme Unterstützung bei der Beschaffung von Strom, der Verbrauchsoptimierung und der Rechnungsprüfung. Zu den Kunden von meine-energie.de gehören Filialisten wie etwa die Drogeriemarktkette Müller ebenso wie Industrie unternehmen, beispielsweise die ZF Friedrichshafen AG. Im Energiemanagement-Portal fließen die Verbrauchsinformationen sämtlicher Standorte automatisiert zusammen, werden übersichtlich im Energiekonto aufbereitet und liefern so die Grundlage für die Optimierung der Beschaffung, des Verbrauchsverhaltens, die automatisierte Prüfung der Energierechnungen sowie für zahlreiche Auswertungen bis hin zum Benchmarking vergleichbarer Standorte.