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Mietshaus mit Lade-Flat?

Diskussionen um Feinstaubbelastung oder Diesel-Fahrverbote in Städten könnten auch der Elektromobilität neuen Auftrieb geben. Damit stellt sich die Frage nach der Ladeinfrastruktur. Da E-Autos wohl eher am Wohn- oder Arbeitsort geladen werden, sollten auch Vermieter über entsprechende Lösungen nachdenken. Was unter anderem bei der Abrechnung zu beachten ist.

28. Februar 2018

Der geltende Rechtsrahmen zur Bauleitplanung, insbesondere das BauGB, stellt kein Hemmnis bei der Errichtung  von Ladeinfrastruktur im Neubau oder aufgewerteten Altbau dar, teilt Mennekes weiter mit.

Die Errichtung von Ladeinfrastruktur in Neubauten  oder zumindest die Bereitstellung von Leerrohren zur späteren Errichtung sei nicht genehmigungspflichtig. Für nachträglich installierte Ladeinfrastruktur im Bestand sei nur wichtig, dass der Eigentümer die Maßnahme realisiert.

Mieter müssen sich mit dem Vermieter oder der Wohnungseigentümergemeinschaft absprechen, da sie ohne Zustimmung selbst keine baulichen Veränderungen an der Mietsache vornehmen dürfen.

Anschluss abhängig von der Abrechnung

Beim Abrechnen des Ladestroms für die einzelnen Mietparteien gibt es verschiedende Möglichkeiten, wie das Unternehmen weiter erläutert.

Erstens kann die Abrechnung über die Nebenkosten erfolgen. Hier  wird die Ladestation auf dem Stellplatz des Mieters installiert und die Leitung so verlegt, dass sie direkt hinter dem Zähler der Mietwohnung angeschlossen wird.  Eine unbefugte Fremdnutzung kann durch eine Ladekarte verhindert werden.

Zweitens können Vermieter die Ladung für einen pauschalen Monatsbetrag (Flatrate) zur Verfügung stellen. Dann werden die Ladestationen über einen gemeinsamen Zähler angeschlossen. Das macht etwa Sinn, wenn es nicht möglich ist, die Zuleitung für das Ladesystem hinter den Zähler der

Mieteinheit zu verlegen.

Die Verwaltung erfolgt lokal über eine Steuerungseinheit oder zentral über ein angebundenes Backend. Der Zugang zum Ladepunkt erfolgt ebenfalls über eine RFID-Karte.

Drittens können Vermieter auch eine Ladekarte eines überregionalen oder regionalen Anbieters wählen. Dann werden die Ladestationen von dem jeweiligen Anbieter betrieben und berechnet. Das kann zum Beispiel Sinn machen, wenn man größere Immobilien oder gleich mehrere Standorte mit  Ladeinfrastruktur ausstatten möchte.

Vermieter bekommen von ihrem ausgewählten Partner eine Rückerstattung der Stromkosten, die auf ihrer Seite entstanden sind. Die Mieter erhalten eine Ladekarte oder eine „Stadtwerke-App“ vom Energieversorger und können so die auf beliebigen Stellplätzen installierten Ladestationen nutzen. Mit der Ladekarte oder App können auch öffentliche Ladepunkte genutzt werden.

Damit nur Berechtigte laden können, wird der Zugang intelligent und schlüssellos reglementiert. Der Zugang per App oder RFID-Ladekarte kann Mieteinheiten zugeordnet werden, damit Immobilienbesitzer und Hausverwaltungen immer im Blick haben, von wem, wo, wann und wie viel geladen wurde.

Lastmanagement

"Qualitativ hochwertige Ladelösungen mit mehreren Ladepunkten können allerdings nur sinnvoll betrieben werden, wenn auch ein verlässliches Lastmanagement greift" so Mennekes.

Denn sobald eine große Anzahl von Ladevorgängen gleichzeitig gestartet werde, biete das Lastmanagement volle Betriebssicherheit für die gesamte Mieteinheit und verteile den zur Verfügung stehenden Strom sinnvoll. So würden zugleich kostspielige Leistungsspitzen in der Stromversorgung vermieden.

Das Unternehmen bietet nicht nur Ladesäulen an, sondern ist Partner bei der individuellen Entwicklung und Planung komplexer Ladelösungen, die oftmals auch über verschiedene Immobilienstandorte hinweg realisiert werden müssen.

Für den Betrieb vernetzter Ladeinfrastruktur sei eine professionelle Software die richtige Wahl, so der Anbieter, etwa die Software Chargecloud.

Chargecloud, ein Joint Venture von Mennekes, Powercloud und Rheinenergie, biete eine flexible und moderne Software-as-a-Service-Lösung zur Verwaltung von Ladeinfrastruktur an. Sie regelt die Zugriffsberechtigungen der Nutzer und bietet Fernsteuer-, Service- und Wartungsfunktionen.

 

Auf der E-world 2018 zeigten Aussteller zahlreiche Lösungen für alternative Mobilität. Energiespektrum berichtete im Februar darüber.