Mit der Zeit gehen

Technik

Branchentreff - Anlässlich der 25. Power-Gen Europe hat der Veranstalter der Konferenz-Messeein Programm zusammengestellt, bei dem vor allem Digitalisierung, Dezentralisierung und die Integration erneuerbarer Energie viel Raum einnehmen.

29. Mai 2017

Was bewegt die Energieindustrie? Welche Technologien und Trends sind maßgeblich für die Zukunft? Antworten auf diese und viele weitere Fragen hat Messeveranstalter Pennwell bei einer Befragung von über 800 Experten für Energieerzeugung zusammengetragen. Die Auswertung zeigt, wo die Reise in den kommenden zehn oder zwanzig Jahren hingeht – und war eine der Grundlagen bei der Programmerstellung der Konferenz-Messe Power-Gen Europe vom 27. bis 29. Juni in Köln.

»Die Konferenz wird neben den traditionsreichen Themen rund um die Energieerzeugung und einem Themenblock zum Meistern des digitalen Zeitalters auch viel Wissenswertes zur Integration erneuerbarer Energien, zu KWK, der Dezentralisierung der Erzeugung und zur Sektorkopplung zu bieten haben«, sagt Nigel Blackaby, der Direktor der Konferenz.

Die Umfrage widmete sich unter anderem der Meinung zur wirtschaftlichen Entwicklung oder der Arbeitsplätze sowie der F&E-Investitionsbereitschaft. Viel Raum erhielten die Fragen, welche Technologien und Themen benötigt werden, um die Versorgung zu sichern, und wie gut sich die Branche den Anforderungen gewachsen fühlt. Wenig überraschend ist, dass sich die Befragten bei den traditionellen Erzeugungstechniken gut vorbereitet fühlen, doch deren Relevanz für die Zukunft wird überwiegend gering eingestuft.

Denn während Erdgas als Brücken-Brennstoff für höchst flexible Kraftwerke in vielen Ländern Europas noch eine hohe Aufmerksamkeit verdient, sind Kohle und Öl weniger gefragt. Zur Erreichung der Klimaschutzziele sind Erneuerbare erforderlich – und deren effiziente Einbindung in das Energiesystem.

Speicher und Versorgungssicherheit

Nicht zuletzt wegen der Volatilität der Stromerzeugung aus Windkraft und Sonnenenergie werden Energiespeicher als bedeutend für die kommenden zehn bis zwanzig Jahre angesehen und erhalten beim Ranking der bedeutsamen Technologien ein Top-Ranking.

38 Prozent der Antwortenden sehen Energiespeicherung als bedeutend für die kommenden zehn Jahre an, sogar 42 Prozent bei der 20-Jahres-Betrachtung.

Was die Handlungsbereitschaft angeht, ist das Ranking beinahe umgekehrt zu lesen: Nur 26 Prozent sind sehr zuversichtlich, dass die Industrie fit genug ist, die Technologie umzusetzen. Für weniger gut vorbereitet halten die Befragten ihre Branche bezüglich der dezentralen Energieerzeugung und im Hinblick auf die Vermeidung von Blackouts, dem Thema, das als das ›zweitvitalste‹ der kommenden ein bis zwei Dekaden eingeschätzt wird.

Messe und Konferenz

Der Besuch der Ausstellung, der Opening Keynote sowie der Podiumsdiskussion am 27. Juni sind kostenlos. Teilnehmer des Kongresses am 28. und 29. Juni können vorab Einzel- oder Gruppen-Tickets erwerben.

 

Erschienen in Ausgabe: 05/2017