ENGIE

Modern von A bis Z

Norbert Speckmann, Geschäftsbereichsleiter Energy Services bei ENGIE, über Lösungen an der Schnittstelle von Endkundenbedürfnissen mit anderen Lebensbereichen wie energieeffizientes Wohnen und Mobilität.

05. Februar 2019

Die Erstellung und Umsetzung von praxistauglichen und zugleich zukunftsfähigen Quartierskonzepten erfordern ein fundiertes Wissen aus den Bereichen Technik, Energie und Service. ENGIE entwickelt gemeinsam mit Städten und Stadtwerken Lösungen an der Schnittstelle der Energiebedürfnisse der Endkunden mit anderen Lebensbereichen wie energieeffizientes Wohnen und Mobilität. Indem ENGIE ihre Kompetenzen für Planung und Bau, Betreiberverantwortung oder auch Energiemarktexpertise kombiniert, entstehen neuartige Ansätze für dezentrale Energieversorgungskonzepte mit Facility Services und Carsharing-Angeboten, die Installation von Photovoltaik in Verbindung mit Mieterstrommodellen oder auch die Energieeffizienz-Visualisierung.

Wie engagiert sich Ihr Unternehmen im Bereich Quartierversorgung?

Als ENGIE haben wir uns sehr ganzheitlich positioniert. Wir sehen Technik, Energie und Services aus einer Hand als das Schlüsselelement. Wir verbinden unsere Expertise an den Schnittstellen von Gebäude, Energie und Mobilität, um gemeinsam mit Städten und Stadtwerken neue Quartiere oder Konversionsflächen zu Vorzeigeprojekten für die Stadt zu entwickeln. Unsere Konzepte umfassen unter anderem die effiziente und ökologische Stromerzeugung vor Ort, von der Erzeugung über Betrieb bis zur Vermarktung, zudem Mieterstrom aus Blockheizkraftwerken oder Photovoltaik zur Vollversorgung der Kunden. Dann ist da die hersteller- und technologieunabhängige Energielieferung für Wärme, Kälte und Strom über Erdgas, Heizöl, Biomethan, Pellet- und Hackschnitzel oder Solar. Oder individuelle Kältelösungen.

Ein Riesenthema ist auch die Elektromobilität: Ladesäulen und Mobilitätskonzepte, von der Errichtung über Betrieb, Wartung und Abrechnung, bis zur Bereitstellung der Fahrzeuge (E-Autos, E-Bikes, E-Scooter).

Zu nennen wären außerdem komplexe Lichtkonzepte für Innenräume, die Straßen- und Außenbeleuchtung sowie technische Infrastrukturen für mehr Lebensqualität im Quartier. Und schließlich das effiziente Bewirtschaften und Facility Services oder auch digitale Mehrwertdienstleistungen. Zu den Mehrwertdienstleistungen zählen wir zum Beispiel Energiemonitoring, Energiemanagement oder Nutzerportale für Mieter zur einfachen Abwicklung von FM-Dienstleistungen.

Lassen sich auch einzelne Bereiche Ihres Angebots in Anspruch nehmen?

Das Bestandsmodernisierungsthema in Quartieren ist zum Beispiel ein großes Problem auf der Investitionsseite. Das kostet Geld, kostet Know-how. Und man muss die Expertise haben, die Technik und die Dienstleistungen zu betreuen. Was ENGIE sagt: Wir bauen das modular auf. Wir haben das Thema grüne Energie, das Thema smartes Wohnen, Elektromobilität und noch „Dezentral“.

Hier kann jeder Kunden sein Paket aussuchen und als Einstieg nehmen. Zum Beispiel Energieeffizienz: Aus diesem Teilprojekt wird am Ende vielleicht ein Vielfaches. Und das Schöne ist, dass wir auch bestimmte Energieeffizienzthemen garantieren.

Was macht Ihr Angebot einzigartig?

Als Energie- und Dienstleistungsunternehmen verfügen wir über eine langjährige Expertise an der Schnittstelle zwischen Bauen, Wohnen und Mobilität. Bei uns entwickeln erfahrene Mitarbeiter innovative Lösungen, die an die Bedürfnisse vor Ort angepasst sind. Apropos vor Ort: Mit 30 Niederlassungen in Deutschland sind wir nah bei unseren Kunden.

Ein weitere Vorteil: Über die Zugehörigkeit zur ENGIE-Gruppe schöpfen wir aus einem internationalen Portfolio von Best-Practise-Beispielen im urbanen Bereich. Von diesen Erfahrungen profitieren auch unsere Kunden und Partner in Deutschland.

Welchen Stellenwert wird die Quartierversorgung in der Energielandschaft des Jahres 2030 haben?

Wir stehen heute am Beginn von gesellschaftlich und technologisch getriebenen, einschneidenden Veränderungen in vielen Bereichen unseres Alltags – vom Wohnen und Arbeiten über Verkehr und Energieversorgung bis zur Kommunikation. Dazu steigt vor allem in den Städten die Bevölkerung an und es wird zu weiterer urbaner Verdichtung kommen – unter anderem durch die Umnutzung von Konversionsflächen. Durch die zunehmende Vernetzung von Energie, Gebäuden und Mobilität wird die Stadtlandschaft von morgen erheblich komplexer.

Quartiere sind ideale Orte, um die Stadt der Zukunft zu erproben. Welche IoT-Anwendungen bieten Mehrwert? Wie kann dezentral und CO2-frei Strom und Wärme erzeugt werden? Wo lohnt sich die Sektorkopplung? Wie kann Energie gespeichert werden? Und wie hält man die Energiekosten im Griff? Welche Mobilitätsangebote werden von den Menschen gewünscht und setzen sich durch? Und wie können wir Gebäude effizienter machen? Antworten auf diese und viele weitere Fragen lassen sich in Quartieren am besten finden.

Hier können wir neue Technologien, Wohnformen und Energieformen im Zusammenspiel umsetzen. Das ist in einzelnen Gebäuden nicht möglich.

Als ENGIE sehen wir unsere Aufgabe darin, die komplexen Systeme zu managen – auch in Kooperation mit Partnern – und den Nutzern des Quartiers ein lebenswertes Umfeld zu bieten. Dafür sehen wir uns durch das Zusammenspiel unserer Kompetenzen bei Energie, Technik und Service sehr gut aufgestellt.