Modernisierung der Straßenbeleuchtung

Contracting eröffnet neue Möglichkeiten der Finanzierung

02. November 2009

Die Stadt Dormagen am Niederrhein hat die Stromkosten für die Straßenbeleuchtung dank Modernisierung innerhalb eines Jahres um 44 % verringert. Der Verbrauch sank um 1,4 Mio. kWh, die Stromrechnung wurde um über 150.000 €/Jahr reduziert. Es wird geschätzt, dass deutschlandweit allein durch energieeffiziente Straßenbeleuchtung 2,7 Mrd. kWh, bzw. rund 400 Mio. € eingespart werden könnten. „Gerade angesichts angespannter Haushaltslage der Kommunen lassen sich notwendige Investitionen in eine energieeffiziente Straßenbeleuchtung tätigen. Moderne Finanzierungsformen wie das Contracting eröffnen dabei neue Möglichkeiten“, sagte Wirtschaftsministerin Energieministerin Christa Thoben in Düsseldorf vor rund 150 Vertreter von Städten und Gemeinden auf einer Tagung „Energieeffiziente Straßenbeleuchtung“.

Beim Contracting investiert ein Dritter in die Energiesparmaßnahme und refinanziert sein Engagement durch die eingesparten Energiekosten. Kommunen sind in Nordrhein-Westfalen nicht auf sich selbst gestellt, wenn sie Energieeffizienz umsetzen und den Haushalt entlasten wollen. Die EnergieAgentur.NRW arbeitet im Auftrag des Landes als Partner der Kommunen und hat seit Jahren Erfahrung in der Beratung von Energieeffizienz- und Contracting-Projekten gesammelt.

Auf der Tagung des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie sowie der EnergieAgentur.NRW stellten nordrhein-westfälische Kommunen ihre Projekte zur Sanierung der Straßenbeleuchtung vor. Die Stadt Dormagen hat für rund 670.000 € unter anderem 5.000 Lampen gegen Natriumdampfhochdrucklampen ausgetauscht, 350 Leuchten erneuert und 4.600 Vorschaltgeräte installiert und dadurch die Stromkosten für die Straßenbeleuchtung um fast die Hälfte innerhalb eines Jahres gesenkt. Die Sanierung wurde per Contracting finanziert. Die EnergieAgentur.NRW hat die Kommune begleitend beraten, eine neue Broschüre dokumentiert das Projekt.