Modernisierung macht Heizwerk Ibbenbüren klimafreundlich

Die RWE Energiedienstleistungen (RWE ED) hat für rund 2 Mio. € das das von der RAG Anthrazit übernommene Heizwerk Ibbenbüren modernisiert. Kürzlich wurde es von Bürgermeister Heinz Steingröver und Dr. Arndt Neuhaus, Vorstandsvorsitzender der RWE Deutschland AG, in Betrieb genommen.

15. März 2011

Das Heizwerk versorgt laut eigener Angabe über ein 12 km langes Leitungsnetz über 200 Kunden mit Fernwärme, darunter sind private Haushalte, öffentliche Gebäude und das örtliche Klinikum. Über 33.000 MWh Wärme speiste das Heizwerk im Jahr 2010 ins Netz ein.

Innerhalb eines Jahres wurden drei der vier Steinkohlekessel demontiert und durch zwei moderne Erdgaskessel ersetzt, die beide insgesamt eine Leistung von knapp 10 MW bereitstellen. Diese beiden Anlagen sparen laut Unternehmensangaben jährlich rund 5.000 t CO2 ein. Ein mit Erdgas betriebenes Blockheizkraftwerk (BHKW) (873 kW Wärme, 800 kW Strom) und ein mit Biogas aus einer RWE-Anlage in Güterglück befeuertes BHKW (654 kW Wärme, 600 kW Strom) liefern ebenfalls Wärme für das Fernwärmenetz in Ibbenbüren. Dadurch werden weitere 2.000 t CO2 pro Jahr vermieden. Für die neuen Aggregate wurden vier rund 20 m hohe Schornsteine aufgestellt, ausgerüstet mit effizienter Filtertechnik. Hinzu kam eine 10kV-Trafostation.

Zudem wurde die gesamte Steuerungs- und Regeltechnik im Heizwerk neu installiert. Sechs hocheffiziente Netzpumpen sorgen künftig dafür, dass die Wärme sicher bei den Kunden ankommt. Große Teile des Gebäudekörpers wurden energetisch saniert und mit einer Wärmedämmung versehen. In Stand gesetzt wurden auch die Außenanlagen des Heizwerkes.