MVV Energie fordert Fernwärmepakt 2025

Die MVV Energie AG fordert von der Bundesregierung, bei der Umsetzung ihres Energiekonzeptes die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und die Fernwärme stärker zu berücksichtigen.

22. Dezember 2010

Zur Bekräftigung ihrer Forderung nach einem Fernwärmepakt 2025 legte das Energieunternehmen nun ein Gutachten des Aachener Energieinstituts BET (Büro für Energiewirtschaft und technische Planung) vor. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass mit einem Bündel von wirksamen Fördermaßnahmen bis 2025 die angestrebte Verdoppelung des KWK-Anteils auf 25 % an der Stromerzeugung in Deutschland erreicht werden könne. Dazu sei auch keine Erhöhung des bisherigen Förderrahmens von 750 Mio. € pro Jahr erforderlich. Bis 2020, wie dies die Bundesregierung in ihrem Integrierten Energie- und Klimapaket 2007 als Ziel vorgegeben habe, sei dies jedoch nur mit einer deutlichen Erhöhung der Förderung möglich.

Nach den BET-Berechnungen lassen sich mit der Umsetzung des Fernwärmepaktes 2025 CO2-Emissionen in Höhe von rund 105 Mio. t einsparen. Zudem liegen die Kosten für die Vermeidung von einer Tonne CO2 mit 77 € unter der Hälfte der mittleren Vermeidungskosten von Anlagen mit Erneuerbaren Energie in Höhe von 182 €. Mit den Maßnahmen könnten bis 2025 Fernwärmetrassen mit einer Länge von rund 6.600 km neu gebaut werden.