Nachbarschaftshilfe 2.0

Innogy und das Startup Conjoule starten in Mülheim an der Ruhr ein Blockchain-Projekt. Ziel ist der Stromhandel unter Nachbarn.

22. Mai 2018

Über die Community Network-Plattform, die eigens für diesen Zweck entwickelt wurde, können Besitzer privater Photovoltaikanlagen und Verbraucher aus der Nachbarschaft erneuerbare Energie austauschen, heißt es.

 

Der Strom von nebenan stärkt die lokalen Strukturen und führt aufgrund der räumlichen Nähe zu Kostenvorteilen.

 

Unter den Verbrauchern finden sich Nachbarn ohne eigene Stromerzeugung, ortsansässige Unternehmen, Supermärkte und Schulen.

 

Die Blockchain-Technologie ermöglicht den Austausch des lokal erzeugten Stroms zwischen den Nachbarn und schafft Transparenz über die Quelle jeder erzeugten Kilowattstunde.

 

„Wir werden unser umfangreiches energiewirtschaftliches Know-how in die Waagschale werfen und sind sehr gespannt auf die Ergebnisse unserer Zusammenarbeit“, sagt Martin Benning von Innogy.

 

Die teilnehmenden Prosumer-Haushalte werden den Angaben zufolge mit modernen Messeinrichtungen ausgestattet, die die Energieflüsse in Echtzeit messen.

 

Wird innerhalb der Mülheimer Community mehr Strom erzeugt als abgenommen werden kann, wird der überschüssige Grünstrom an umweltbewusste Kunden außerhalb der Community verkauft, heißt es.

 

Umgekehrt werden die Teilnehmer mit Grünstrom von Innogy versorgt, wenn das Wetter einmal keine ausreichende Erzeugung von Sonnenstrom ermöglicht.