Nachhaltige Geldanlagen

Das Bundesumweltministerium fördert ab sofort ein Projekt, das sich mit nachhaltigen Geldanlagen befasst. Es richtet sich insbesondere an kreisfreie Städte.

19. Januar 2018

Sie sollen sich mit dem Abzug von Geldern aus klimaschädlichen Geldanlagen, dem sogenannten Divestment auseinander setzen, heißt es.

 

Mit dem Pariser Klimaabkommen wurde auch das Ziel beschlossen, Finanzströme auf ihre klimagerechte Entwicklung hin auszurichten. Für viele Städte und Kommunen rückt damit die nachhaltige Auseinandersetzung mit ihren Portfolios in den Fokus.

 

„Einige deutsche Städte wie Münster, Stuttgart, Berlin, Bremen und Göttingen haben bereits den Beschluss gefasst, ihr Vermögen künftig auf Basis nachhaltiger Anlagekriterien anzulegen“, so das Ministerium in einer Mitteilung.

 

Den Angaben zufolge gibt es weltweit bereits über 140 Städte und Regionen, die ihre Gelder wie etwa Pensionsrücklagen, klimafreundlich anlegen und damit ein Zeichen für Nachhaltigkeit setzen.

 

Das Projekt initiiert in ausgewählten Städten Workshops, Konferenzen und Bürgerdialoge. In einem zweiten Schritt werden anschließend alternative, klimafreundliche Möglichkeiten für das sogenannte Re-Investment aufgezeigt, heißt es.

 

Das Projekt wird durchgeführt von einem Konsortium aus Adelphi research, Forum Nachhaltige Geldanlagen und anderen.

 

Interessierte Städte erhalten unter divest-reinvest@adelphi.de weitere Informationen.

 

Wie geht kommunaler Klimaschutz?

 

Experten zweifeln, ob Deutschland seine ambitionierten Klimaschutzziele erreicht.

 

Die Sondierungsgespräche in Berlin brachten keinen Durchbruch in der Frage, wie Theorie und Praxis der CO2-Minderung in Einklang gebracht werden sollen.

 

Gleichwohl stehen inzwischen zahlreiche Förderprogramme und Geldtöpfe bereit, um auf kommunaler Ebene Klimaschutz zu betreiben.

 

Hier zwei Beispiele aus Baden-Württemberg: www.energiespektrum.de/178428