NASA und DLR untersuchen Klimawirkung des Luftverkehrs

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und die NASA untersuchen gemeinsam die Emissionen von alternativen Kraftstoffen für Flugzeugtriebwerke, wobei exemplarisch Biokraftstoff zum Einsatz kommt.

19. Januar 2018

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und die NASA untersuchen gemeinsam die Emissionen von alternativen Kraftstoffen für Flugzeugtriebwerke, wobei exemplarisch Biokraftstoff zum Einsatz kommt.

 

Erste gemeinsame DLR/NASA-Flüge im Jahr 2014 in Palmdale/Kalifornien zeigten, dass eine Beimischung von 50 Prozent alternativem Kraftstoff im Reiseflug die Rußpartikelemissionen eines Flugzeugtriebwerks um 50 bis 70 Prozent gegenüber der Verbrennung von reinem Kerosin reduziert, heißt es in einer Mitteilung.

 

Mit den nun geplanten Forschungsflügen sollen die Partikelemissionen und ihr Einfluss auf die Wolkenbildung aus Kondensstreifen und damit ihre Klimawirkung bestimmt werden.

 

Das NASA-Forschungsflugzeug DC-8 ist für drei Wochen in Deutschland und fliegt gemeinsam mit dem DLR-Forschungsflugzeug A320 ATRA.

 

Die Forschungsflüge werden von der Ramstein Air Base aus starten.

 

Im Rahmen der internationalen Forschungsmission wird das DLR-Forschungsflugzeug mit verschiedenen Kraftstoffmischungen fliegen, während das NASA-Flugzeug in sicherem Abstand folgt, um im Abgasstrahl Rußpartikel, Gasemissionen und Eiskristalle im Kondensstreifen zu messen, so das DLR.

 

Dabei sind zahlreiche Messgeräte des DLR an Bord des NASA-Flugzeugs installiert. „Wir haben Instrumente zur simultanen Vermessung der Größenverteilung der Ruß-und Eispartikel sowie der gasförmigen Emissionen im Nachlauf des ATRA an Bord der DC8 installiert“, berichtet Dr. Hans Schlager vom DLR-Institut für Physik der Atmosphäre.

 

„Der Fokus unserer Messungen liegt darauf, die Emissionen beim Einsatz verschiedener Kraftstoffmischungen zu charakterisieren. Besonders interessiert uns wie sich die Rußemissionen der unterschiedlichen Treibstoffe auf die Strahlungseigenschaften und Lebensdauer der Kondensstreifen auswirken.“