Versorgungssicherheit

Naturgewalt

Wenn in Deutschland der Strom ausfällt, ist häufig das Wetter schuld. An der Technik liegt es nicht.

12. November 2018
(Bild: ©Eduardo Gonzalez - stock.adobe.com)

Die Bundesnetzagentur hat Zahlen zu Unterbrechungen der Stromversorgung im Jahr 2017 veröffentlicht. Die durchschnittliche Unterbrechungsdauer lag im Jahr 2017 je angeschlossenem Letztverbraucher in der Nieder- und Mittelspannung bei 15,14 Minuten. Ein Jahr davor, 2016, lag sie bei 12,80 Minuten.

»Auch wenn der Wert angestiegen ist, liegt die Stromversorgungsqualität in Deutschland weiter auf sehr hohem Niveau«, erläutert Peter Franke, Vizepräsident der Bundesnetzagentur.

Ursache für den Anstieg der Versorgungsunterbrechung in Mittel- und Niederspannungsebene ist nach seinen Angaben vor allem die Zunahme extremer Wettereignisse.

Die Energiewende und der steigende Anteil dezentraler Erzeugungsleistung haben keine negativen Auswirkungen auf die Versorgungsqualität, so Franke weiter.

Ursache in Wetterereignissen

Netzbetreiber haben der B Netz A jährlich einen Bericht über Unterbrechungen, die länger als drei Minuten dauern, vorzulegen. Für das Jahr 2017 haben 862 Netzbetreiber 166.560 Versorgungsunterbrechungen übermittelt. Die Anzahl an Versorgungsunterbrechungen ist weiterhin rückläufig. Wurden für 2015 noch 177.751 Unterbrechungen gemeldet, minderte sich dieser Wert in 2016 auf 172.504 und für das Berichtsjahr 2017 wiederum um fast 6.000. Ausfallzeiten im Verteilnetz, deren Ursachen in Wetterereignissen liegen, haben sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Die Übertragungsnetze blieben bis auf wenige Ausnahmen von den Wetterereignissen verschont, so die B Netz A. hd

Erschienen in Ausgabe: Nr. 09/2018