Neue Brennstoffzellentechnik für Haushalte im Test

Sieben Unternehmen der Thüga-Gruppe prüfen ein Jahr lang den Einsatz einer Brennstoffzelle, die sich besonders für Einfamilienhäuser eignet.

02. Mai 2013

Mit der neuen Technologie können Kunden bis zur Hälfte ihres Strom- und bis zu einem Drittel ihres Wärmebedarfs selbst erzeugen. Seit dem Frühjahr sind die ersten Brennstoffzellen des Typs Elcore 2.400 bei Kunden der ESWE Versorgungs AG in Wiesbaden und der badenova in Freiburg im Einsatz. Bis Mitte des Jahres sollen Installationen bei Kunden der Halberstadtwerke, der Stadtwerke Langenfeld, der Stadtwerke Stade, der Thüga Energienetze in Schifferstadt und der Stadtwerke Pforzheim erfolgen.

Die Anlage wandelt mit Hilfe eines sogenannten ›Reformers‹ zunächst Erdgas In Wasserstoff um. Danach gewinnt die Brennstoffzelle mittels Elektrolyse Elektrizität und Wärme aus der im Wasserstoff gespeicherten Energie. Ein Jahr lang testen die Unternehmen, wie viel Strom und Wärme die Anlage zur Gesamtversorgung eines Einfamilienhaushalts liefert. »Gerade bei der dezentralen Energieerzeugung werden künftig auch Brennstoffzellen eine Rolle spielen«, so Michael Riechel, Mitglied des Vorstands der Thüga AG. Die Elcore 2.400 mit 2.400 kWh erzeugt den jährlichen Grundlaststrombedarf eines durchschnittlichen Einfamilienhauses. Sie liefert zudem etwa ein Drittel des jährlichen Wärmebedarfs (Brauchwasser). Das Gerät hat ungefähr die Größe eines Wasserboilers (90 x 50 x 50 cm) und wiegt 60 kg. Voraussetzung für den Betrieb sind ein Strom- und ein Gasanschluss. Die Brennstoffzelle gilt sowohl bei der Wärme- als auch bei der Stromerzeugung als besonders klimaschonend, weil die Zelle ihre Energie chemisch erzeugt und im Gegensatz zur Gastherme kein Gas verbrennt.