Neue Chancen für kleine Unternehmen

EEX forciert ihre Aktivitäten im OTC-Clearing

Mit neuen Produkten macht die European Energy Exchange AG (EEX) auf sich aufmerksam. So setzt die Energiebörse auf OTC-Clearing und arbeitet dazu mit renommierten Brokern zusammen. Ebenfalls neu ist die Reduktion der Mindestkontraktanzahl. Dies soll vor allem kleineren und mittleren Unternehmen Chancen eröffnen.

30. Juli 2003

Als wesentlichen Bestandteil ihrer Wachstumsstrategie forciert die European Energy Exchange AG (EEX) ihre Aktivitäten im OTC-Clearing. Durch die Zusammenführung börslicher und außerbörslicher Geschäfte erweitert die in Leipzig ansässige Energiebörse den Clearing-Begriff und unterstreicht damit ihr Ziel, mittelfristig Marktführer bei Abwicklungs- und Handelsdienstleistungen für Energie- und energienahe Commodities zu werden. Im Rahmen dieser Maßnahmen, die während der Fachmesse E-world energy & water vorgestellt wurden, hat die EEX Kooperationspartnerschaften mit namhaften internationalen Brokern geschlossen. Die EEX verbindet das OTC-Clearing mit der Aufhebung der Mindest-Kontraktvolumina und attraktiven Entgeltstrukturen. Die physische Erfüllung erfolgt über den anerkannten Marktpreis Phelix der EEX.

Durch die verstärkte Zusammenarbeit mit den renommierten Brokern TFS, Traditional Financial Services, Frankfurt, und Spectron, Großbritannien, wird nicht nur das Empfängerpotenzial für EEX-Dienstleistungen vergrößert. „Vielmehr erhalten die Broker und ihre Kunden die Möglichkeit, hinsichtlich des Kontrahentenausfallrisikos endlich eine ähnliche Sicherheit bieten zu können, wie sie im Börsenbereich bereits Standard ist“, verdeutlicht Dr. Hans-Bernd Menzel, Vorstandsvorsitzender der European Energy Exchange AG.

Zur Steigerung der Attraktivität ihres Futures-Marktes wollte die EEX bei Redaktionsschluss zudem das Entgelt für die physische Erfüllung von börsengehandelten Futures-Geschäften deutlich von früher 4 Cent auf 1 Cent reduzieren. Die Aufhebung der Mindestkontraktanzahl von derzeit 25 MW bei Monats- und Quartalskontrakten beziehungsweise von 5 MW bei Jahreskontrakten auf 1 MW bei allen Laufzeiten rundet die Maßnahmen ab. Mit der Verringerung der Mindestkontraktanzahl sollen insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen angesprochen werden.

Erschienen in Ausgabe: 05/2003