Neue Chancen für Kraft-Wärme-Kopplung

BHKW-Modul nutzt Möglichkeiten des neuen KWK-Gesetzes

Nach langem politischen Tauziehen trat das neue Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWK-Gesetz) zum 1. April 2002 in Kraft. Es bietet Betreibern kleiner Blockheizkraftwerke (BHKW) mit einer elektrischen Leistung von bis zu 50 kW neue Perspektiven. Ein von der Leistung passendes Blockheizkraftwerk bietet beispielsweise Comuna-metall mit dem Modul 2725-02 an.

13. Januar 2003

Gerade für BHKW im Leistungsbereich von etwa 50 kW waren in Anbetracht des Strompreisverfalls der letzten Jahre neue Impulse dringend erforderlich. Für die BHKW-Anlagen dieser Leistungsklasse eröffnet das KWK-Gesetz nun neue Möglichkeiten, denn der von diesen Anlagen in das Netz eingespeiste Strom muss vom Netzbetreiber abgenommen und vergütet werden. Die Anlagenbetreiber erhalten vom örtlichen Netzbetreiber zusätzlich zur üblichen Stromeinspeisevergütung einen Zuschlag von 5,11 ct/kWh über einen Zeitraum von zehn Jahren.

Mit dieser Regelung wird die Stromvergütung des in das Netz eingespeisten Teils des BHKW-Stroms in der Regel verdreifacht bis vervierfacht. Für den Einsatz dieser BHKW-Anlagen ergeben sich daraus folgende Vorteile:

Die Einspeisung des überschüssigen, nicht innerhalb der jeweiligen Liegenschaft verbrauchten Stroms muss nicht mehr um jeden Preis vermieden werden (aufgrund des üblichen niedrigen Einspeisepreises von 1,5 bis 3 ct/kWh), sondern erwirtschaftet Deckungsbeiträge zur Finanzierung der BHKW-Anlage.

Neu ist die wirtschaftliche Möglichkeit, den BHKW-Strom vollständig in das allgemeine Netz einzuspeisen und damit den Strombedarf der Liegenschaft weiterhin voll aus dem Netz zu beziehen. Durch die Bandeinspeisung kann dabei auch ein etwas höherer Einspeisepreis zusätzlich zum KWK-Zuschlag erzielt werden.

Interessante wirtschaftliche Perspektiven für den BHKW-Einsatz bieten sich somit insbesondere für Einrichtungen oder Liegenschaften mit einem jährlichen Wärmebedarf von etwa 750 bis 2.000 MWh, deren Grundlast durch ein BHKW abgedeckt werden kann. Das können beispielweise Bäder, Schul- und Verwaltungsgebäude, Wohnanlagen, Hotels, Altenheime oder Industriebetriebe sein. Vor allem dort, wo bisher zwar ein ausreichender Wärmebedarf, aber nur wenig Strombedarf vorhanden war, wird nun ein wirtschaftlicher BHKW-Einsatz durch Volleinspeisung des Stroms möglich.

Mit dem neu aufgelegten BHKW-Modul 2725-02 des BHKW-Herstellers und -betreibers Comuna-metall Blockheizkraftwerke aus dem westfälischen Herford können die durch das KWK-Gesetz eröffneten wirtschaftlichen Chancen genutzt werden. Dieses BHKW stellt eine technische Modifikation des Standard-Moduls 2725 dar, das bislang in etwa 600 Exemplaren im gesamten Bundesgebiet installiert wurde. Comuna-metall bietet dabei zugleich auch die Errichtung einer komplett schlüsselfertigen Anlage inklusive aller Einbindungsmaßnahmen zum Festpreis an.

Erschienen in Ausgabe: 04/2002