Neue Erdgasreduzierstation im Arealnetz von Salzgitter Flachstahl

Der Anlagenbauer CeH4 Technologies aus Celle hat die Erdgasreduzierstation auf dem Werksgelände der Salzgitter Flachstahl AG neu konstruiert. Rund 4,5 Mio.t Stahl verlassen jährlich den Produktionspark des Unternehmens in Niedersachsen. Damit Fahrzeughersteller, die Bauindustrie und Kunden weiterer Branchen kontinuierlich mit der Metall-Legierung beliefert werden können, muss die Energieversorgung der Hochöfen hier stets zuverlässig arbeiten.

04. Juli 2014

Die siebenmonatige Bauphase beinhaltete auch besonders herausfordernde Schweiß- und Röntgenarbeiten an der neuen Leitungsführung: Diese mussten im Kreuzungsbereich der werkseigenen Bahntrasse 6m über der Erde in einem Hubkorb durchgeführt werden. In der neuen Station wird das Gas aus dem Transportnetz auf das Druckniveau des Arealnetzes von 20 bar auf 200 mbar heruntergeregelt. Pro Stunde fließen hier jetzt zwischen 10.000 und 20.000 m3 Erdgas auf das Werksgelände.

Die jüngst fertiggestellte Anlage ist im Gegensatz zur vorher genutzten Station auch schallisoliert. Weil das neue technische System mit 200 m Leitungslänge mehr Platz braucht, mussten die Celler Ingenieure die Station räumlich verlagern. Verbaut wurden Rohrformteile von 150 bis 800 mm Durchmesser. Darüber hinaus kamen verschiedene Regler sowie Messgeräte mit Fernanzeige zum Einsatz. Als Generalunternehmer hat der Celler Anlagenbauer auch die Arbeiten in allen anderen Gewerken koordiniert und beaufsichtigt. Bevor die Baumaßnahmen beginnen konnten, musste der Kampfmittelräumdienst das fast 80 Jahre alte Werksgelände überprüfen.