Neue Gasturbinen der RWE Power in Lingen in Betrieb genommen

Vier neue Gasturbinen sind im emsländischen Lingen am bestehenden Gaskraftwerk der RWE Power offiziell in Betrieb genommen worden. 200 Mio. € investierte RWE Power laut eigener Angabe in die Turbinen des Herstellers Rolls-Royce. Sie ersetzen die bisherigen Aggregate aus den 70er Jahren und steigern die Leistung der beiden Kraftwerksblöcke B und C um 130MW auf insgesamt 950 MW.

25. Oktober 2011

»Mit den neuen Turbinen erhöhen wir den Gesamtwirkungsgrad der Gasblöcke von 41 auf 46 Prozent. Dies führt zu einer jährlichen Einsparung von rund 45.000 Tonnen CO2«, so RWE Power Vorstand, Dr. Ulrich Hartmann. Mit Blick auf weitere Anlagenverbesserungen führte er aus: »Unsere neuen Turbinen sind Sprinter. In wenigen Minuten schaffen sie es von null auf 100 Prozent. Durch ihre hohe Flexibilität sind sie ideale Partner der Erneuerbaren.« Zudem verwies er auf die so genannte Schwarzstartfähigkeit. »Durch die von der Bundesregierung beschlossene Energiewende und die damit verbundene Zunahme der schwankenden Einspeisungsmengen der erneuerbaren Energien, kommt unser Stromnetz immer häufiger an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit. Bei einem Netzausfall wären die neuen Lingener Turbinen im Zusammenspiel mit der bestehenden Gasoptimierungsleitung geeignet, das Stromnetz schnell wieder aufzubauen und zu stabilisieren«, so Hartmann weiter.