Neue Generation wird den Markt erobern

Deregulierung verstärkt den Trend zum elektronischen Zähler

Der Haushaltszähler der Zukunft muss kommunikationsfähig sein, ist Elmar Keßler, Geschäftsführer der Enermet GmbH, überzeugt. Dass sich in den kommenden Jahren allerdings Modelle mit Lastprofil auf dem Markt durchsetzen, bezweifelt er.

11. April 2001

ES: Welche Zähler sind derzeit im Haushaltsbereich gängiger Standard und welche Techniken werden die Anforderungen kommender Jahre erfüllen?

Keßler: Der Standardzähler im Haushalt war lange Zeit der Ferrariszähler ohne jegliche Kommunikationseinrichtungen. Wir können jedoch in den letzten Jahren einen immer stärkeren Trend in Richtung elektronische Zähler feststellen. Die Deregulierung des Energiemarktes wird diese Entwicklung weiter verstärken, denn die Anzahl benötigter Daten aus dem Zähler wird rapide ansteigen. Allein deswegen muss der Haushaltszähler der Zukunft kommunikationsfähig sein. Ein weiterer Trend ist die fortschreitende Integration zur Tarifumschaltung. Dies kann mittels integrierter Rundsteuerung, Schaltuhr oder durch Funkumschaltung erfolgen.

ES: Wie beurteilen Sie die Einbindung von Lastprofilen im Haushaltszähler?

Keßler: Unserer Meinung nach wird sich der Haushaltszähler mit Lastprofil in den kommenden Jahren nicht durchsetzen. Die Marktpartner werden für den Haushaltskunden mit synthetischen Lastprofilen arbeiten.

ES: Welche Anforderungen werden zukünftig an die Kommunikationsfähigkeit des Zählers gestellt?

Keßler: Durch die heute im elektronischen Haushaltszähler vorhandene Impulsschnittstelle ist der Zähler in der Lage, mit der Außenwelt zu kommunizieren. Mittelfristig wird diese Schnittstelle jedoch nicht ausreichen und durch eine Datenschnittstelle abgelöst oder ergänzt werden, die es erlaubt, Zählerstandswerte zu übertragen.

ES:Wie geht Enermet auf die Anforderungen des Marktes ein?

Keßler: Der Schwerpunkt unseres Produktprogammes liegt eindeutig im Haushaltssektor. Hier können wir unseren Kunden qualitativ hochwertige und zuverlässige Lösungen anbieten. Der Integration der Tarifumschaltung in den Zähler haben wir mit dem Einbau eines Rundsteuermoduls in den Haushaltszähler Rechnung getragen. In dieser Richtung können unsere Kunden demnächst noch mehr von uns erwarten. So arbeiten wir am Haushaltszähler mit integrierter Tarifumschaltung über ein Funkmodul.

Erschienen in Ausgabe: 03/2000