Ein Aktionsbündnis hatte in einem Bürgerentscheid das Aus für die Kohleverstromung des Heizkraftwerks im Norden der bayerischen Landeshauptstadt gefordert. Die Bundesnetzagentur hatte den Stadtwerken München SWM als Anlagenbetreiber untersagt, den Kohleblock vom Netz zu nehmen. Hier die Details zum Nachlesen.

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Nun wollen die Stadtwerke einen Kraftwerksblock mit Gasfeuerung bauen.

„Der Block 2 im HKW Nord ist stromseitig systemrelevant und für die Sicherstellung der Fernwärmeversorgung bislang nicht verzichtbar“, heißt es in einer SWM-Mitteilung. „Aus diesen Gründen haben die SWM diverse Ersatzmöglichkeiten untersucht. Das Ergebnis: Die ökologische zukunftsfähige Alternative ist eine neue hocheffiziente gasbetriebene Kraft-Wärme-Kopplungsanlage (GuD 3). Nur damit können gleichzeitig Strom und Wärme in gesicherter und effizienter Weise erzeugt werden.“

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Sobald die GuD 3 in Betrieb geht, kann der kohlegefeuerte Block 2 abgerissen werden, so SWM.

Verbrennung von Biomethan und Wasserstoff geplant

Die Anlage ist den Angaben zufolge so dimensioniert, dass sie gut mit dem Ausbau der Fernwärme harmoniert und ein flexibler Betrieb gewährleistet werden kann. Durch den Einsatz modernster Technik können künftig auch regenerative Brennstoffe, wie etwa Biomethan oder Wasserstoff genutzt werden. Bei Verfügbarkeit klimaneutraler Gase ist sogar eine komplette Umrüstung möglich, heißt es.