Neues Konzept für Offshore-Umspannwerk

Dauerhafter Einsatz von 20 Jahren auf Hoher See vorgesehen.

22. April 2009

Die Areva T&D hat ein neues Konzept für ein Offshore-Umspannwerk für Windparks auf See entwickelt. Kernstück ist ein etwa 3.500 t schwerer geschlossener Schwimmkörper, der alle Betriebsmittel für den Netzanschluss eines Offshore-Windparkes beherbergt und diesen vor der aggressiven salzhaltigen Atmosphäre schützt. Während der Konferenz ›Windstärke09 – Kurs Offshore‹ vom 16. bis zum 18. Juni 2009 in Bremerhaven wird Areva T&D dieses Konzept präsentieren. »Basierend auf unseren Erfahrungen beim Bau des Offshore-Umspannwerkes für das Testfeld alpha ventus in der Nordsee, haben wir dieses Konzept für einen dauerhaften Einsatz von 20 Jahren und mehr auf Hoher See konzipiert. Damit tragen wir zu einer wirtschaftlichen und klimaschonenden Energieerzeugung auf Hoher See bei«, sagte Edgar Scholz, Leiter des Bereiches Hochspannungsanlagen in Dresden, zu der das Offshore Kompetenzzentrum Wind gehört. Auf dem Hauptdeck der Plattform sind die Mittelspannungsschaltanlagen, der zentrale Leitstand und die Eigenbedarfsversorgung mittels Dieselgeneratoren untergebracht. Auf dem darunter liegenden Kabeldeck sind die Kabelanlage, die Leistungstransformatoren und die Hochspannungsschaltanlage installiert. Das oberste Arbeitsdeck kann nach eigenen Angaben als Lagerfläche für Ersatzteile, als Stellfläche für temporäre Wohncontainer oder als Helikopterlandeplatz verwendet werden. Mittels hydraulisch ausfahrbarer Stahlrohrbeine kann die Plattform in bis zu 40 m Wassertiefe in die gewünschte Höhe von etwa 20 m über dem Meeresspiegel angehoben werden.