Nordex streicht europaweit 250 Stellen

Der Windenergieanlagenhersteller Nordex plant, im Rahmen eines Sparprogramms europaweit rund 250 Stellen zu streichen. In Hamburg sollen zirka 70 Stellen wegfallen, in Rostock 120, so Unternehmenssprecher Felix Losada auf Nachfrage der Redaktion. Mit einem Freiwilligenprogramm wolle man betriebsbedingte Kündigungen auf ein Minimum reduzieren. Als einen Grund für die Maßnahmen nennt er die veränderten Marktbedingungen, es bestehen weltweit Überkapazitäten.

07. November 2011

Die Jahre 2006 bis 2008 seien Boomjahre gewesen, in denen Hersteller weltweit Kapazitäten aufgebaut haben. Da weltweit die Preise um rund 20% gefallen seien, verdiene man weniger an den einzelnen Aufträgen. »Wir haben ein steigendes Auftragsvolumen, aber pro Projekt gibt es nicht mehr die gleichen Margen«, erläutert Losada.

Für das erste Halbjahr 2011 hatte das Unternehmen einen Verlust von 4,1 Mio.€ bekannt gegeben. Mit den Sparmaßnahmen wolle man rechtzeitig gegensteuern. Eingespart werden sollen rund 50 Mio.€: Bei den sonstigen betrieblichen Ausgaben 33 Mio.€, bei den Personalkosten 17 Mio.€. Man habe schon vorher Maßnahmen durchgeführt, um die Kosten zu verringern, etwa in der Produktion. »Das Problem ist nicht Nordex-spezifisch, sondern betrifft die Branche im Allgemeinen«, ordnet Losada die Situation ein.