Nordsee-Windpark Borkum geht ans Netz

Der erste laut Trianel rein kommunale Offshore-Windpark Europas geht in den Probebetrieb. Am 1.2. wurde die Inbetriebnahme der ersten Anlage abgeschlossen. Der Offshore-Windpark liegt rund 45 km vor der Küste der Nordseeinsel Borkum. Die Errichtung wurde windparkseitig bereits Mitte 2014 abgeschlossen. Die mehrfache Verschiebung der Netzanbindung durch den Übertragungsnetzbetreiber hatte den Netzanschluss bis zum Jahreswechsel verzögert.

03. Februar 2015

»Nachdem am 23. Dezember 2014 die dauerhafte Stromanbindung erfolgreich durch die Umspannplattform DolWin alpha der TenneT mit dem Festland etabliert werden konnte, ist jetzt die erste Anlage im Probebetrieb«, sagt Klaus Horstick, Geschäftsführer der Trianel Windkraftwerk Borkum.

Für die Inbetriebnahme der einzelnen Windanlagen wurde das unter norwegischer Flagge fahrende Spezialschiff Aker Wayfarer gechartert. Das 157 m lange Schiff ist mit zwei Schwerlastkränen ausgestattet und hat neben der Crew bis zu zehn Techniker an Bord.

Die Inbetriebnahme der 40 Windenergieanlagen erfolgt gemeinsam mit dem Hersteller Areva Wind, teilt Trianel weiter mit. Bis zum Frühjahr sollen alle Anlagen des Typs Areva Wind M5000 mit einer Leistung von 5 MW sukzessive zugeschaltet werden. »Wir hoffen, dass das Wetter mitspielt und wir die Inbetriebnahme zeitnah abschließen, um nach einem erfolgreichen Probebetrieb im Sommer in den Regelbetrieb gehen zu können«, so Horstick.

Der Trianel Windpark Borkum wird pro Jahr auf Basis der erwarteten 4.000 Volllaststunden rund 800 GWh Strom produzieren. An dem Offshore-Windpark sind 33 Stadtwerke und Regionalversorger aus Deutschland, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz und das Aachener Stadtwerke-Netzwerk Trianel beteiligt.