Nordwesteuropäischer Strommarkt wächst zusammen

Marktkopplung soll 2009 mit Auktionsbüro und harmonisierten Handelsregeln starten

18. Juni 2007

Als einen »Meilenstein und wichtigen Zwischenschritt« für den europäischen Energiebinnenmarkt bezeichnete der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Eberhard Meller das Memorandum of Understanding (MoU), das Anfang Juni 2007 von den Energieverbänden aus Deutschland, Frankreich, Belgien, Luxemburg und den Niederlanden unterzeichnet wurde. Geplant ist, am 1. Januar 2009 mit der Kopplung der Stromhandelsmärkte zu beginnen. »Dies wird einerseits eine effizientere Nutzung der Kuppelstellen-Kapazitäten zwischen den Ländern bewirken. Andererseits erhalten die Marktteilnehmer mehr Möglichkeiten, um Strom grenzüberschreitend zu kaufen und zu verkaufen und somit ihr Portfolio zu optimieren«, erläuterte Meller.

Zur engen Marktverkopplung soll ein gemeinsames Auktionsbüro gegründet und die Handelsregeln harmonisiert werden. Ziel ist, die Sicherheit bei der Stromverteilung weiter zu erhöhen. Dazu könne zum Beispiel auch ein gemeinsamer regionaler Plan für die Entwicklung der zukünftigen Übertragungskapazitäten beitragen. An einer schnellen Umsetzung der notwendigen Regeln und Institutionen wollen jetzt die Mitglieder der Nordwesteuropäischen Marktplattform mit allen Beteiligten arbeiten.