Nur Reststoffe zu Biogas

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In Schwedt ist neben Zörbig die zweite neuartige Biogasanlage von Verbio offiziell in Betrieb gegangen, die ausschließlich aus agrarischen Reststoffen Biogas produziert.

16. März 2011

Dieses sind etwa Stroh sowie die Schlempe, ein Reststoff aus der Bioethanolherstellung. Schwedt hat eine Leistung von 30MW in der ersten Ausbaustufe und soll auf 75MW erweitert werden. Aus beiden Anlagen verfügt das Unternehmen seit Anfang 2011 jährlich über rund 500GWh Biogas. Ihm ist es gelungen, mit dem technologisch neuen Konzept einer Bioraffinerie bestehend aus Bioethanol, Biogas- und Biodüngeranlage eine Kaskadennutzung der eingesetzten Biomasse zu erreichen. Die produzierten Biokraftstoffe weisen eine Treibhausgasreduktion von bis zu 90% gegenüber Benzin aus, so das Unternehmen. Der Biodünger, ein Nebenprodukt der Raffinerie, geht in den Kreislauf der Landwirtschaft zurück. Die Idee bekam 2010 den Biogas-Innovationspreis der Deutschen Energie-Agentur. »Dieses neuartige Konzept weist den Weg in die Zukunft der Biomassenutzung«, so Bundesumweltminister Norbert Röttgen. »Es trägt zur Entschärfung der Nutzungskonflikte zwischen Bioenergie und Nahrungsmittelproduktion bei.«

www.verbio.de

Erschienen in Ausgabe: 02/2011