Ökostrom-Kosten für 2011 zu hoch berechnet

Ein Teil der Stromkosten muss an die Verbraucher zurückerstattet werden. Grund ist, dass im vergangenen Jahr weniger Solarstromanlagen neu installiert wurden als angenommen.

28. März 2011

Zu diesem Schluss kommt der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar), nachdem die Zahlen der Bundesnetzagentur (BNetzA) vorliegen. Demnach gingen in 2010 Solarstromanlagen mit einer Leistung von insgesamt etwa 7400 MWp neu ans Netz. Die Übertragungsnetzbetreiber hatten zuvor mit 9500 MWp gerechnet. In der Folge dieses Prognosefehlers wurden die Stromtarife für die Mehrzahl der Verbraucher angehoben, was nun zu korrigieren ist.

An der überhöhten Prognose-Zahl der Übertragungsnetzbetreiber bemisst sich die Solarstrom-Umlage, die Verbraucher in diesem Jahr zusammen mit dem Strompreis für den Ausbau des Ökostroms zahlen. »Die Kunden müssen in diesem Jahr also zu tief für den Solarstrom in die Tasche greifen«, so Carsten Körnig, Geschäftsführer bei BSW-Solar. »Jetzt sind die Stromversorger in der Pflicht, den Bürgern die zu viel gezahlte Umlage für 2012 gutzuschreiben«, so Körnig weiter.