Öl am Nordpol?

Ungenaue Schätzungen über tatsächliche Vorkommen.

23. April 2009

Am Nordpol wird ein Viertel der weltweit unerschlossenen Gas- und Ölvorräte vermutet. Da das schmelzende Eis neue Schifffahrtswege öffnet, könnten die Anrainerstaaten schon bald mit Bohrungen nach den fossilen Brennstoffen beginnen. Das berichtet National Geographic Deutschland in der Mai-Ausgabe. Momentan stecken Kanada, Dänemark, Norwegen, Russland und die USA ihre territorialen Ansprüche ab und kartieren die Arktis. Denn vor den Bohrungen müssen die dortigen Besitzverhältnisse geklärt werden. So sieht der Seerechtvertrag der Vereinten Nationen vor, dass ein Staat, der sein Hoheitsgebiet über die üblichen 200 Seemeilen hinaus ausdehnen will, beweisen muss, dass der beanspruchte Meeresboden Teil seiner kontinentalen Landmasse ist – und zwar auch unter Wasser. Die vorhandenen Karten über die Arktis sind für eine rechtmäßige Beurteilung der Ansprüche unzureichend: Wissenschaftler betonen, dass die Oberfläche des Mondes deutlich besser erforscht ist als der arktische Meeresboden.