Ölpreisbindung keine Einbahnstraße nach oben

Versorger unterstützen Verbraucher bei Energieeinsparungen.

23. Oktober 2008

»Der Gaspreis folgt der Preisentwicklung an den Öl- und Gasmärkten mit einem zeitlichen Abstand von etwa einem halben Jahr. Wenn die Ölpreise langfristig sinken und sich dies bei den Beschaffungskosten des Versorgers niederschlägt, sind Preissenkungen beim Gas im nächsten Jahr möglich«, sagte Martin Weyand, stellvertretender Geschäftsführer des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), zur Diskussion über die Auswirkungen der fallenden Ölpreise auf den Gaspreis.

»Die Ölpreisbindung ist keine Einbahnstraße nach oben«, betonte Weyand. Das habe sich in der Vergangenheit oft gezeigt: Viele Versorger hätten im Jahr 2007 die Preise gesenkt, nachdem der Ölpreis über mehrere Monate hinweg gesunken war. Die in langfristigen Lieferverträgen festgelegte Bindung des Gaspreises an den Ölpreis schütze außerdem vor einseitigen Forderungen der Erdgasproduzenten.