Österreich erhält jetzt russisches Erdgas

Wingas unterstützt ukrainische Beobachterkommission.

12. Januar 2009

Im Streit um russische Erdgastransporte durch die Ukraine unterstützt das deutsche Energieunternehmen Wingas die Einsetzung einer unabhängigen, internationalen Kommission zur Beobachtung und Untersuchung des Gastransits in der Ukraine. »Diese Vereinbarung ist ein wichtiger Schritt, denn das Transitproblem muss beigelegt werden. Wingas ist angefragt worden und auch bereit, die Beobachterkommission personell zu unterstützen und hat einen technischen Experten benannt.«, so das Unternehmen. Neben Vertretern der ukrainischen und russischen Gaswirtschaft sowie Fachleuten der EU-Kommission sollen auch Vertreter der europäischen Energieunternehmen als Beobachter in die Ukraine reisen. Statt durch die Ukraine leitet der russische Gaskonzern derzeit erhöhte Mengen Erdgas alternativ über die Nordroute durch Weißrussland und Polen nach Deutschland. »Wir bekommen seit dem 7. Januar 2009 mehr russisches Erdgas an der deutsch-polnischen Grenze«, sagte Geschäftsführer Gerhard König. Nach eigenen Angaben beziehe das Energieunternehmen - im Unterschied zu anderen Gasimporteuren - den weitaus größeren Teil seines russischen Erdgases grundsätzlich über die sogenannte ›Jamal-Europa-Pipeline‹ durch Weißrussland und Polen. Auch andere Gasimporteure erhalten mittlerweile erhöhte Mengen russischen Erdgases über diese Pipeline.