Österreicher mit positivem Ergebnis

Der österreichische Energieversorger Verbund hat die Bilanz für das Geschäftsjahr 2016 vorgelegt. Das EBITDA stieg demnach um 17,5 Prozent auf 1.044,2 Millionen Euro, das Konzernergebnis lag mit 424,4 Millionen um 104,3 Prozent über dem Vorjahreswert.

08. März 2017

Die Ergebnisentwicklung war jedoch in beiden Jahren von Einmaleffekten beeinflusst, wie das Unternehmen weiter mitteilt. Positive Einmaleffekte resultierten demnach insbesondere aus der Bereinigung offener Themen im Zusammenhang mit Gaslieferungen für das Gas-Kombikraftwerk Mellach beziehungsweise aus der Bereinigung sämtlicher offener Themen im Zusammenhang mit dem Fernwärmeliefervertrag aus dem Kraftwerkestandort Mellach.

Der wesentlichste negative Einmaleffekt betraf laut Unternehmensangaben die Wertminderung der Windparks in Rumänien.

Bereinigt um Einmaleffekte stieg das EBITDA, trotz der marktbedingt weiter gesunkenen Absatzpreise,  um 6,6 Prozent auf 894,5 Millionen Euro, das bereinigte Konzernergebnis konnte um 21,2 % auf 325,9 Millionen gesteigert werden.

Maßnahmen zeigen Wirkung

„Unterstützend wirkten die im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozentpunkte höhere Wasserführung, eine deutliche Ergebnisverbesserung im thermischen Bereich, ein höheres Ergebnis im Segment Netz sowie das konzernweite Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogramm und eine Reduktion im Zinsaufwand“, heißt es weiter.

Das Unternehmen habe durch zahlreiche Maßnahmen eine Free Cashflow Verbesserung und dadurch eine signifikante Schuldenreduktion erzielt. Dies zeigte sich auch in der Anhebung des Rating-Ausblicks für die Verbund AG bei Standard & Poor’s (BBB) und Moody’s (Baa2) von „Negativ“ auf „Stabil“.

Ausblick

Auf Basis einer durchschnittlichen Eigenerzeugung aus Wasser- und Windkraft erwartet der Energieversorger für das Geschäftsjahr 2017 ein EBITDA von rund 800 und ein Konzernergebnis von rund 280 Millionen Euro.

Kooperation mit Voestalpine

Im Jahr 2016 stammten rund 96 Prozent der gesamten Stromerzeugung des Energieversorgers aus erneuerbaren Energieträgern. Nach sechs Jahren Bauzeit wurde im Oktober 2016 das Pumpspeicherkraftwerk Reißeck II offiziell eröffnet.

Das Unternehmen startete zudem eine Kooperation mit dem österreichischen Technologie- und Industriegüterkonzern Voestalpine. Im Zentrum dieser Industriepartnerschaft stehen neben Stromlieferungen Energiedienstleistungen wie Flexibilisierungskonzepte für die Stromerzeugung und den Strombedarf sowie gemeinsame Aktivitäten zum Thema grüner Wasserstoff.

Man baue das Angebot an Stromprodukten und energienahen Dienstleistungen kontinuierlich aus, so der Versorger. Für Privatkunden gebe es von der Photovoltaik-Anlage mit Batteriespeicher bis hin zur Smart-Home-Lösung eine Vielzahl von Angeboten.