NORD- UND OSTSEE

Offshore-Wind: heute an 2026 denken

Planung der Windenergie auf See und der Stromnetze in Nord- und Ostsee: BSH startet weitere Öffentlichkeitsbeteiligung zum zweiten Entwurf des Flächenentwicklungsplans.

02. Mai 2019
Offshore wind turbines in the Dutch sea, disappearing in the winter haze; in front a fence covered by hoar frost
(Bild: Kruwt – stock.adobe.com)

Der Flächenentwicklungsplan bildet die Grundlage für den zukünftigen Ausbau der Windenergie auf See.

Die Veröffentlichung des zweiten Entwurfs ermöglicht Behörden und der Öffentlichkeit, zu den wesentlichen Änderungen seit Veröffentlichung des ersten Entwurfs Stellung zu nehmen.

Gegenüber dem ersten Entwurf hat das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) im Wesentlichen in den Themenbereichen standardisierte Technik- und Planungsgrundsätze Anpassungen vorgenommen, heißt es in einer BSH-Mitteilung. Dies erfolgte unter anderem vor dem Hintergrund der zu erwartenden technischen Fortentwicklung.

Netzanbindung

„Der zweite Entwurf des Flächenentwicklungsplans legt damit die Grundlage für eine mögliche Verdopplung der Übertragungsleistung zukünftiger Netzanbindungssysteme für Windparks auf See“, so das BSH.

Die Änderungen bei den Vorgaben für die Netzanbindung von Offshore-Windparks sollen die Weichen stellen für eine effiziente Erschließung des Potenzials der Windenergienutzung auf See.

Der Flächenentwicklungsplan, der nach den gesetzlichen Vorgaben bis zum 30. Juni 2019 aufzustellen ist, wird für die Jahre ab 2026 Flächen festlegen, auf denen künftig Offshore-Windparks errichtet werden sollen. Das BSH legt zugleich fest, wie und wann diese Flächen an das landseitige Stromnetz angebunden werden. Die Flächen befinden sich in der ausschließlichen Wirtschaftszone der Nord- und Ostsee.

Der Flächenentwicklungsplan ist das zentrale Planungsinstrument für die Nutzung der Windenergie auf See. Die zweiten Entwürfe des Flächenentwicklungsplans und der Umweltberichte sind hier auf der Internetseite des BSH abrufbar.

Bilderstrecke: Windpark Borkum Riffgrund 2

Zum Thema Offshore-Wind auch interessant: Etwa 54 Kilometer vor der niedersächsischen Küste liegt der Offshore-Windpark Borkum Riffgrund 2 (BKR02). Der vierte Windpark der Firma Ørsted in der deutschen Nordsee wird 2019 komplett fertiggestellt sein und dann umgerechnet etwa 460.000 Haushalte mit grünem Strom versorgen.

Es ist der erste Windpark in Deutschland mit 8MW-Windenergieanlagen. Hier geht’s zur Bilderstrecke Borkum Riffgrund 2 auf energiespektrum.de

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