Offshore-Windpark Riffgat kommt voran

Im Offshore-Windpark ›Riffgat‹ ist das Herzstück des Windparks, das Umspannwerk, errichtet und in Betrieb genommen worden.

21. Februar 2013

Das 38 m lange, 34 m breite und 16,5 m hohe Umspannwerk vor der Küste Borkums umfasst neben dem Hauptdeck mit der Umspanntechnik unter anderem auch ein Kabeldeck sowie ein Oberdeck mit aufgesetzter Helikopter-Landefläche. Die in den Niederlanden gefertigte Stahlkonstruktion war zunächst auf einem Ponton in den Containerhafen Rotterdam geschleppt und dort auf das Schwerlastkranschiff ›Oleg Strashnov‹ verladen worden. Nach Ankunft im Riffgat-Baufeld nahm der Kran des Schiffes die Plattform an den Haken und setzte sie punktgenau auf der Jacket-Unterkonstruktion ab. Diese war bereits im vergangenen Herbst in der Nordsee verankert worden.

»Die 30 Windkraftanlagen des Parks werden später Ihre Leistung von insgesamt 108 Megawatt Richtung Umspannwerk leiten. Dieses hat dann die Funktion, die mit einer Spannung von 33 Kilovolt ankommende Leistung auf 155 Kilovolt Hochspannung zu transformieren, um eine verlustarme Übertragung dieser Leistung über ca. 70 Kilometer Exportkabel in das Übertragungsnetz an Land einzuspeisen«, so Andree Reiners, Teilprojektleiter für das Umspannwerk. Der Strom wird anschließend durch das Exportkabel nach Emden/Borssum geleitet und von dort in das deutsche Stromnetz gespeist.

Gesamtprojektleiter Wilfried Hube ergänzt: ›Mit der Installation und Inbetriebnahme des Umspannwerks auf See sind wir unserem Ziel, Riffgat im Sommer fertig errichtet zu haben, einen großen Schritt näher gekommen«. Nun könne alles für die Ankunft der ersten Windkraftanlagen vorbereitet werden, so Hube weiter.

Mit einer Gesamtleistung von 108 MW wird Riffgat genug Strom produzieren, um rund 120.000 Haushalte mit klimafreundlicher Energie zu versorgen. Errichtet werden die Anlagen von der Offshore-Windpark Riffgat GmbH & Co. KG, einer gemeinsamen Gesellschaft der EWE Vertrieb GmbH (90%) und der Enova Energiesysteme Gmbh & Co KG (10%). Riffgat ist für EWE nach Alpha Ventus der zweite Offshore-Windpark.