Open Grid Europe investiert in europäischen Netzverbund

Der Ferngastransporteur Open Grid Europe baut sein Netz nach eigener Angabe mit Blick auf eine Verbesserung des marktgebiets- und grenzüberschreitenden Transports aus. Man führe derzeit zwischen Porz (Köln) und Stolberg (Aachen) an einer 86 km langen Erdgasleitung eine sogenannte Reversierung durch, wodurch an den Grenzübergangspunkten Eynatten und Bocholtz zukünftig mehr Transportkapazität zur Verfügung stehe.

29. August 2011

Hierzu sei die von der Mittelrheinischen Erdgastransportleitungsgesellschaft (METG) betriebene Verdichterstation in Porz erweitert worden. In einer anderthalbjährigen Planungs- und Bauphase sei der Umbau des vorhandenen Stationspipings und die Anpassung des Stationsleitsystems erfolgt. Parallel dazu wurden zwei bestehende Mess- und Regelanlagen erweitert, um in beide Transportrichtungen die Transportmengen und -drücke regeln zu können.

Das Investitionsvolumen betrage 6,7 Mio. €. Mit dieser Ausbaumaßnahme könnten am deutsch-belgischen Grenzübergangspunkt Eynatten zukünftig größere Mengen des aus den Niederlanden, Belgien und Großbritannien ankommenden Erdgases übernommen und über die Verdichterstation Köln-Porz weiter Richtung Süddeutschland oder umgekehrt transportiert werden. Der Ausbau lege den Grundstein für eine bessere Anbindung zwischen dem Zeebrugge Hub des belgischen Netzbetreibers Fluxys und dem virtuellen Handelspunkt von NetConnect Germany (NCG VHP).

Der deutsch-belgische Grenzübergangspunkt Eynatten ist mit Oberkappel (Österreich), Oude Statenzijl (Niederlande) und ab 1. Oktober 2011 Ellund (Dänemark) der vierte Grenzübergangspunkt, an dem physikalisch Gas auf Basis fester Kapazitätsverträge importiert und exportiert werden kann.