Auf der Internetseite der Deutschen Energie-Agentur (dena) ist ab sofort eine Tankstellenkarte verfügbar, die aufzeigt wo in Deutschland bereits Liquefied Natural Gas (LNG)-Tankstellen in Betrieb oder geplant sind.

Diese durch die LNG-Taskforce zusammengetragenen Informationen helfen Logistikern, Spediteuren und Transporteuren bei der Routenplanung, heißt es in einer Mitteilung. Relevant seien die Informationen über die LNG-Infrastruktur auch bei der Kaufentscheidung für Fahrzeuge mit LNG-Antrieb.

Dem Diesel an den Kragen

LNG-Lkw sind im Vergleich zum Diesel leiser, emittieren weniger Luftschadstoffe und weniger klimaschädliches CO2. Deshalb werden sie durch das Bundesverkehrsministerium beim Kauf gefördert und sind ebenfalls von der Lkw-Maut befreit. Innerhalb des letzten Jahres wurden mehr als 1.300 CNG und LNG-Lkw gefördert.

Die LNG-Taskforce hat sich nach eigener Aussage zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2025 25.000 LNG-Lkw auf die Straße zu bringen und ein Netz von 200 LNG-Tankstellen aufzubauen. Sechs LNG-Tankstellen sind hierzulande bereits in Betrieb. Bis Ende 2020 soll die hiesige Infrastruktur auf etwa 40 Tankstellen ausgebaut werden.

Klimafreundlicher Verkehr

„Der Güterverkehr muss in den kommenden Jahren deutlich klimafreundlicher gestaltet werden“, sagt Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. „Der Einsatz von LNG-Lkw für den Transport schwerer Güter auf der Straße und über lange Distanzen ist dabei ein wichtiger Hebel. Denn LNG ist aktuell die einzige marktreife Alternative zu konventionellem Diesel. Mit der Beimischung oder vollständigen Substitution durch Bio- oder synthetischem LNG können die Klimavorteile im Güterverkehr noch weiter gehoben werden. Die neue Tankstellenkarte ist ein wichtiger Schritt in der Anwenderkommunikation und auf dem Weg zu einer voll ausgebauten LNG-Tankstelleninfrastruktur.“