Photovoltaik: Schwache Nachfrage in ersten 5 Monaten

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat die Daten zur neuinstallierten Photovoltaik (PV)-Leistung für die Monate März, April und Mai veröffentlicht. Nach aktuellem Stand werden laut eigenen Angaben die Vergütungssätze zum 1. Juli 2011 nicht sinken.

17. Juni 2011

Auch wenn die genauen Anlagendaten für Mai bisher noch nicht veröffentlicht wurden, spricht die BNetzA in einer Pressemitteilung von einem Zubau von 700 MWp in den für die Berechnung der Degression relevanten Monaten. Für die Ermittlung der Degression werde dieser Zubau mit dem Faktor vier multipliziert, um die Installationen für das Gesamtjahr zu ermitteln. Mit den errechneten 2.800 MWp bleibe Deutschland unter dem Schwellenwert von 3.500 MWp. Damit bleibe der Markt hinter den Erwartungen zurück.

Das Anlagenregister deckt bisher ›nur‹ die Monate bis April ab. In diesen vier Monaten wurden laut eigenen Angaben 24.921 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 711MWp gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr bedeute dies einen Rückgang um 39 % bezogen auf die Leistung, bzw. 51 % mit Blick auf die Anzahl der installierten Anlagen. Dieser Rückgang finde in allen Segmenten und in allen Regionen statt. »Wir hatten mit einem schwachen Jahresbeginn gerechnet und sind bislang von einer moderaten Degression zur Jahresmitte ausgegangen«, kommentiert Till von Versen, Analyst beim Marktforschungs- und Beratungshaus EuPD Research, die aktuelle Situation. »Die vorliegenden Zahlen bleiben allerdings hinter den Erwartungen zurück«, so von Versen weiter.

Die Prognose der Bonner Marktforscher für die ersten fünf Monate lag bei 1.500 MWp im Vergleich zu den vorläufig gemeldeten 1.100 MWp. Der wesentliche Grund für den verhaltenen Jahresbeginn seien auch die sinkenden Preise. »Die Kunden verschieben ihre Installationen von Monat zu Monat, in der Hoffnung, dass die Preise weiter fallen«, so von Versen.