Pläne für Staatskraftwerk?

Pressebericht

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hält laut der Zeitung »Die Welt« die Stromversorgung Süddeutschlands im Winter mittelfristig nicht mehr für uneingeschränkt sicher.

05. Mai 2014

Der Grund ist, dass immer mehr konventionelle Kraftwerke im Zuge der Energiewende aus dem Markt gedrängt werden. Deshalb prüft sie den Bau eines staatlichen Reservekraftwerks.

Dies geht nach Angaben der »Welt« aus einem vertraulichen Bericht hervor. Die Energiebehörde möchte den Bau eines Reservekraftwerks »administrativ« veranlassen, um Stromausfälle im Winter 2017/2018 zu verhindern, berichtet die »Welt«.

Der Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen Hans-Joachim Reck sieht darin »das Ende des Wettbewerbs im Bereich der Energieerzeugung«.

Statt mit dirigistischer Staatsintervention vorzugehen und den Staat zum Energieerzeuger zu machen, sollten Rahmenbedingungen für eine marktliche Lösung des aufziehenden Versorgungssicherheitsproblems geschaffen werden. Die Energiewirtschaft schlage das vom VKU entwickelte Modell eines dezentralen Leistungsmarktes vor. Zudem müsse der Netzausbau weiter vorangetrieben werden.

Es wäre ein Paradox, wenn einerseits zahlreiche Kraftwerke abgeschrieben würden und zugleich staatlich getragen neue Kapazitäten geschaffen würden, kritisiert Reck.

Dies sei mit dem Modell eines wettbewerblich organisierten Energiemarktes nicht vereinbar.

Erschienen in Ausgabe: 04/2014