Preisstütze für Spark Spreads

Börsenblick

Von Januar bis Ende März befanden sich die Spark Spreads für die Peakstunden im Q2 2012 und Q3 2012 im freien Fall: Die Marge für effiziente Gaskraftwerke schrumpfte für die Peakstunden im Q2 von 4€/MWh auf -11€/MWh.

01. August 2012

Für Peakstunden im Q3 sank die Marge um 10€ auf -5€/MWh. Für den Q3-Kontrakt setzte sich der Abwärtstrend in den folgenden Monaten noch ein wenig fort. Jedoch sank der Q3-Spread nicht auf das sehr niedrige Preisniveau des Q2-Spark-Spreads, sondern stoppte Ende Juni bei -7,3 €/MWh. Ein weiteres Abwärtspotenzial schien angesichts der durchschnittlichen Lieferung des Spark Spreads im Juni von -5,8 €/MWh nicht möglich. Denn damit hatte der Spark Spread im Juni deutlich höher geliefert als zuvor erwartet wurde. Auch im Juli betrug der Spark Spread für die Peakstunden im Vergleich zu den Monaten März und Mai bislang rund -7€ relativ ›hoch‹. Ein wesentlicher Grund dafür, dass sich extreme negative Werte wie -11€/MWh in diesem Sommer nicht wiederholten war die recht moderate Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Kombination mit dem Ausfall konventioneller Kraftwerke. Wind- und Solarstromerzeugung summierten sich im Juni auf lediglich 6,6TWh und in der ersten Julihälfte auf etwas mehr als 1,5TWhTt.

Dabei schnitt vor allem die Stromproduktion aus Wind-anlagen mit 2,8TWh im Juni und 1,2TWh in der ersten Julihälfte schwach ab. Die Solarstromerzeugung blieb im Juni mit 3,7TWh hinter der Produktion im Mai (4,1TWh) zurück. Gleichzeitig standen im Juli zeitweise nur 7,8GW der installierten Kernkraftwerksleistung von 12GW zur Verfügung.

Erschienen in Ausgabe: 06/2012