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Preisvergleichsportale: Wechselunwillige zahlen die Zeche

Die Marktliberalisierung im deutschen Strommarkt hat der Monopolstellung der lokalen Stromversorger vor 20 Jahren ein Ende gesetzt. Eine Studie hat untersucht, welche Rolle Preisvergleichsportale beim Anbieterwechsel von Endverbrauchern spielen.

23. November 2018
(Bild: momius/ fotolia.de)

»Trotz der Liberalisierung erhöhen die Grundversorger ihren Grundversorgungstarif, wenn Verbraucher vermehrt nach günstigeren Tarifen im Internet suchen, und senken gleichzeitig die Preise für die von ihnen ebenfalls angebotenen Tarife außerhalb der Grundversorgung«, heißt es in einer Mitteilung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Laut ZEW liegen diese Preise dennoch deutlich über den Tarifen der Wettbewerber. Verbraucher, die vermehrt nach günstigeren Stromanbietern im Internet suchen, profitieren von diesem Verhalten und günstigeren Strompreisen, während Verbraucher, die im teuren Grundversorgungstarif bleiben, draufzahlen.

Die Wissenschaftler zeigen weiter, dass Grundversorger auf verstärkte Online-Suchaktivitäten der Verbraucher auf Preisvergleichsseiten mit einer Erhöhung des Grundversorgungstarifs, gleichzeitig aber auch mit einer Senkung ihres günstigeren Tarifs, reagieren.

»Steigen die Suchaktivitäten der Konsumenten/-innen im Internet um zehn Prozent, so erhöhen die Grundversorger ihren Grundversorgungstarif um 0,38 Prozent und senken ihren kompetitiveren Tarif um 1,16 Prozent«, so das ZEW. Hingegen fallen die bereits günstigen Tarife anderer Stromanbieter dann nur leicht um 0,32 Prozent, heißt es.

Die Studie steht zum Download unter: www.zew.de

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