Presse: Stadtwerke greifen nach Steag-Mehrheit

Mehrere Stadtwerke wollen ihren Anteil am Steag-Konzern erhöhen und damit das Unternehmen vollständig übernehmen. Die Kommunalbetriebe aus Bochum, Dortmund, Duisburg, Dinslaken, Essen und Oberhausen wollen nach Angaben des Onlineportals „Der Westen“ 600 Mio. € für den Kauf investieren. Ein Kredit in Höhe von 150 Mio. € für das Geschäft soll die Steag den Angaben zufolge selbst aufbringen.

23. Juni 2014

650 Mio € haben sich die Stadtwerke ihren 51-Prozent-Anteil an Deutschlands fünftgrößtem Energiekonzern kosten lassen. Nun wollen die kommunalen Betriebe offenbar auch das 49-Prozent-Paket kaufen, das derzeit noch beim Essener Industriekonzern Evonik liegt, so das Onlineportal „Der Westen“. Einen Großteil des Geldes sollen Banken über Kredite finanzieren.

Die Stadtwerke selbst müssten 175 Mio. € über die Kommunale Beteiligungsgesellschaft (KSBG) aufwenden, die den Kauf abwickelt. Dies sei Voraussetzung, für die Inanspruchnahme der Bankdarlehen, zitiert "Der Westen" aus den Unterlagen. Im Frühjahr 2011 hatten die sechs Stadtwerke die Mehrheit an der Steag übernommen. Bereits Ende September soll die Übernahme abgeschlossen sein.