Preussen Elektra ist wieder da

Neue E.on-Gesellschaft Uniper ohne Atomkraftwerke

Die Atomkraftwerke von E.on werden nun doch nicht in die neue Gesellschaft Uniper ausgegliedert.

28. September 2015

Das beschloss der Aufsichtsrat nach Unternehmensangaben auf Vorschlag des Vorstands. Das Geschäft mit der Kernenergie werde künftig von einer gesonderten operativen Einheit mit dem Namen Preussen Elektra gesteuert. Diese wird weitgehend nicht in die funktionalen Führungsstrukturen des E.on-Konzerns eingebunden. Damit lebt ein früherer Unternehmensname wieder auf: Unter der Marke Preussen Elektra hatte VEBA Kernkraftwerke gebaut und betrieben. »Mit dieser Entscheidung beugen wir Risiken für die Umsetzung unserer Konzernstrategie vor. Denn wir können und wollen nicht auf etwaige politische Entscheidungen warten, die die Abspaltung von Uniper verzögern könnten«, sagte E.on-Vorstandsvorsitzender Johannes Teyssen. Teyssen verwies auf die aktuelle Diskussion um die Gesetzesinitiative für ein Haftungsgesetz. Insbesondere das Risiko einer gesetzlich verankerten Entkopplung zwischen Haftung und unternehmerischem Einfluss sei nicht tragbar.

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Erschienen in Ausgabe: 08/2015