Probebohrungen erfolgreich

Salzstock Moeckow als Gasspeicher geeignet.

17. April 2008

Die European Energy Exchange AG (EEX) konnte eigenen Angaben zufolge ihre europäische Wachstumsstrategie im Geschäftsjahr 2007 weiter verfolgen. Auf der Grundlage deutlich gestiegener Handelsteilnehmerzahlen, weiter gestiegener Transaktionsvolumina sowie eines sehr befriedigenden Clearinggeschäftes ihrer Tochter European Commodity Clearing (ECC) hat die Leipziger Energiebörse im Berichtsjahr auf Erlös- und Ertragsseite erneut zulegt. Die im Zuge einer Verschiebung vom Terminhandel zum OTC-Clearing deutlich rückläufigen Handelsentgelte am Terminmarkt Strom konnten durch einen stark belebten Spotmarkt Strom sowie das ausgezeichnete OTC-Clearing-Geschäft »mehr als wettgemacht« werden. Die Umsatzerlöse der EEX stiegen 2007 um rund 5 % auf insgesamt 39,8 Mio. € (2006: 37,8 Mio. €). Gleichzeitig kletterte das operative Ergebnis auf 16,4 Mio. € und der Jahresüberschuss erhöhte sich auf 8,3 Mio. € (2006: 5,6 Mio. €). Das Eigenkapital stieg im Geschäftsjahr 2007 von 34,4 Mio. € auf 42,7 Mio. €. Haupterlösträger war im Berichtsjahr, so die EEX, erneut das Produkt Strom. EWE gab jetzt bekannt, dass der Salzstock Moeckow für die Erdgasspeicherung geeignet ist. Dies ergab die unternehmenseigene achtwöchige Probebohrung, die seit Anfang April diesen Jahres offiziell abgeschlossen ist. »Dass der Salzstock aufgrund seiner Ausdehnung und Lage für die Speicherung von Erdgas geeignet ist, wussten wir bereits durch seine geophysikalische Vermessung«, erklärte Projektleiter Thomas Beutel. »Die Bohrung bis in 1.600 Meter Tiefe und die Auswertung der Bohrkerne gab jetzt aber auch Auskunft darüber, wie das Salz beschaffen ist. Demnach ist der Salzstock Moeckow auch unter diesem Aspekt dafür geeignet, Erdgas darin zu speichern«, so Beutel weiter. Um die Ergebnisse zu konkretisieren stünden allerdings weitere Untersuchungen an. Unter anderem würde das Salzgestein auf seine Druckfestigkeit überprüft, erst dann könne genau gesagt werden, wie viele Kavernen darin angelegt werden könnten. »Die meisten Ergebnisse liegen voraussichtlich im Sommer diesen Jahres vor«, so der EWE-Projektleiter. Mit dem Ausspülen des Salzstockes soll frühestens 2010 begonnen werden.