Projektvolumen von »mehr als einer Milliarde« auf der Kippe

EEG-Reform

Das Bundeskabinett hat auf der Klausurtagung in Meseberg die von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel vorgeschlagenen Eckpunkte zur EEG-Reform gebilligt.

30. Januar 2014

Die Reaktionen des schon vorher von den Verbänden heiß diskutierten Papiers waren wie erwartet gemischt. »Die EEG-Reformvorschläge weisen grundsätzlich in die richtige Richtung, bewirken aber durch unzureichende Übergangszeiten und starke Eingriffe bei der Eigenstromerzeugung hohe Unsicherheit bei den Investoren«, so Thorsten Herdan, VDMA-Geschäftsführer Power-Systems. »Nach unseren Schätzungen haben circa 30 bis 40 Prozent aller für 2014 in Planung befindlichen Projekte die erforderliche Genehmigung noch nicht. Diese Projekte mit einem Auftragsvolumen von mehr als einer Milliarde Euro müssen nun neu kalkuliert werden und sind potenziell gefährdet. Dies hat nicht nur für die Hersteller, sondern auch für die Investoren fatale Folgen«, so Herdan bezüglich der Übergangsfristen. Den Ausbau der Erneuerbaren mit klaren Ausbaukorridoren und Direktvermarktungsmodellen weiterzuführen, sei richtig. Die Erneuerbar-Branche äußert unter anderem gerade Kritik an den Ausbaukorridoren und der Direktvermarktung. Der BEE befürchtet für die Bioenergie einen faktischen Ausbaustopp. Die Energiewende werde zudem durch die Änderungen zu einer Veranstaltung für Großunternehmen.

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Erschienen in Ausgabe: 01/2014