Bundesländer

PV-Ausbau: Auf Bayerns Sonne ist Verlass

In Bayern ist es wohl gescheitert, den Klimaschutz in die Landesverfassung aufzunehmen. Dabei verzeichnete der Freistaat 2018 den größten PV-Zubau bundesweit.

22. Februar 2019
PV-Ausbau: Auf Bayerns Sonne ist Verlass
(Bild: goodluz-fotolia.de)

Aktuelle Zahlen im ‚Länderportal Föderal Erneuerbar‘ der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) zeigen, dass Bayern 2018 den größten absoluten Ausbau von Solarstrom-Leistung verzeichnen konnte. Den zweitgrößten Zubau erreichte Brandenburg.

Auch im Verhältnis zur Landesfläche belegt Brandenburg einen Spitzenplatz, höher war der Ausbau pro Quadratkilometer nur in Sachsen-Anhalt, so die AEE.

Mehr als 2,8 GW PV-Leistung installiert

Demnach wurden in Deutschland 2018 insgesamt über 2,8 Gigawatt (GW) Solarstromleistung neu installiert. „Im Vergleich mit 2017 entspricht das einer Steigerung um fast 1,2 GW und damit einer Erhöhung des Zubaus um fast 70 Prozent“, heißt es in einer AEE-Mitteilung.

Zum ersten Mal seit der 2014 beschlossenen EEG-Novellierung wird somit der darin definierte jährlich Zubau von mindestens 2,5 GW erreicht, so die Agentur.

Ländervergleich

Traditionell bleibt der Zubau von PV-Leistung im sonnenreichen Süden Deutschlands stark. Im Bundesländervergleich ist Bayern wie im Vorjahr mit 631 Megawatt (MW) neu installierter Leistung in absoluten Zahlen erneut Spitzenreiter.

Danach schafft es allerdings mit Brandenburg ein eher nördlicheres Bundesland, sich mit einem Zubau von 322 MW auf dem zweiten Platz noch vor Baden-Württemberg (293 MW) zu positionieren.

Zubau der Windenergie an Land bricht ein

Im Bereich der Onshore-Windenergie erlitt der Zubau dagegen mit rund 2.200 MW bundesweit einen starken Einbruch gegenüber 2017, das Ausbauziel von 2,5 GW wurde damit verfehlt. 

Laut AEE konnte von den Flächenländern allein Sachsen seinen Zubau im Vergleich mit dem Vorjahr auf geringem Niveau leicht erhöhen. Die Spitzenreiter Niedersachsen mit 615 MW und Nordrhein-Westfalen mit 341 MW neu installierter Windleistung verlieren jeweils die Hälfte des vorjährigen Zubaus.