PV: Was kommt nach der Vergabe?

Rund 90 Prozent derjenigen, die vor rund zwei Jahren in der PV-Ausschreibung für Freiflächen einen Zuschlag erhalten hatten, haben gebaut. Zu diesem Ergebnis kommt die Bundesnetzagentur. Ausschreibungen und eine hohe Realisierungsrate seien kein Widerspruch, so BMWi-Staatssekretär Rainer Baake.

29. August 2017

Die Förderhöhe betrug 8,49 ct/kWh, es wurden insgesamt 33 Förderberechtigungen ausgestellt. Projekte über 142 MW wurden realisiert, so BNetzA und BMWi in einer gemeinsamen Mitteilung.

 

Für vier Zuschläge konnten keine Projekte realisiert werden. Für diese Projekte fällt nun eine Strafzahlung an, die dem EEG-Konto gutgeschrieben wird. Zusammen mit der ersten Ausschreibungsrunde liegt die Realisierungsrate bei 95 Prozent.

 

„Ich freue mich, dass rund 90 Prozent der Projekte realisiert wurden. Das Ergebnis zeigt, dass Ausschreibungen und eine hohe Realisierungsrate kein Widerspruch sind. Es bestätigt, dass wir mit dem EEG 2017 den richtigen Paradigmenwechsel vollzogen haben“, so Rainer Baake.

 

Wie in der ersten Ausschreibung haben den Angaben zufolge auch diesmal Projektentwickler von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, ihren Zuschlag auf einer anderen Fläche zu realisieren, als bei der Gebotsabgabe geplant.

 

Insgesamt betraf dies 37 Prozent (53 MW von 142 MW). Die entsprechenden Projekte erhalten eine um 0,3 ct/kWh verminderte Förderung. Der durchschnittliche Realisierungszeitraum der Anlagen liegt bei gut 15 Monaten, heißt es.

 

Der nächste Gebotstermin für Solaranlagen ist der 1. Oktober 2017.