Qualität hinter den Kulissen

Technik

Sovello. - Vom Silizium über die Zelle bis zum Modul stellt Sevello sicher, dass der Produktionsprozess höchsten Qualitätsstandards genügt und möchte so der nachhaltigste Produzent von Hochleistungs-PV-Modulen werden.

26. September 2011

In den Werken in Thalheim betreibt Sovello eine vollintegrierte Produktion: die gesamte Wertschöpfungskette vom Ziehen der String Ribbon Wafer über die Herstellung von Zellen bis hin zum einsetzbaren Modul läuft hier ab. Dadurch kann gesteuert werden, warum und wo die Lieferantenprodukte im Produktionsprozess verwendet werden und wie das Endprodukt aussieht.

Die Qualitätsstandards werden auch in der Waferfertigung eingehalten, dem Schritt vom Silizium bis zum abgetrennten Wafer. Die String Ribbon Wafer entstehen unter reinraumähnlichen Bedingungen. So wird jegliche Kontamination vermieden – angefangen von den eingesetzten Materialien, über die hochreinen Grafite, bis zum fertigen Wafer. Beim Ziehen der Wafer aus der Siliziumschmelze wird die Schmelztemperatur und Dicke der gezogenen Ribbon kontrolliert. Auch die Grafitteile werden überwacht, mit denen die Siliziumschmelze in Kontakt kommt.

Beim Schnitt der Wafer aus den Siliziumbändern mittels Laser, sorgen Sovello-Mitarbeiter für einen reibungslosen Ablauf: Sie prüfen regelmäßig den Laserprozess und entnehmen Stichproben. Bevor die Wafer in der Zellfertigung weiterverarbeitet werden, absolvieren sie eine 100 Prozent-Inspektion. In der Produktionsphase Zellfertigung wird der Wafer in die Zelle weiterverarbeitet. Auch hier durchläuft die entstehende Zelle mehrere Qualitätskontrollen. Der Schichtwiderstand, die Antireflexionsschicht, die Kontaktaufbringung, die optischen und elektrischen Eigenschaften der Zelle werden überwacht.

Im Modulbereich der Produktionsstätte entsteht das Endprodukt, das Pure Power Modul. Der Lötprozess wird mit einen Pulltest überprüft, der auch in der Elektronikindustrie verbreitet ist. Eine gute Verlötung der Solarzellen im Modul ist wichtig, damit es seine Leistung voll ausschöpft. Ferner überwachen die Mitarbeiter den Laminationsprozess, der die Modulkomponenten endgültig miteinander verbindet. Ebenso wird die Erdung geprüft und ein Hochspannungstest durchgeführt. Ein weiterer Schritt ist die 100 Prozent-Leistungsmessung der Module: Alle Produkte werden mit einem kalibrierten Flasher gemessen.

Positive Leistungstoleranzen erhöhen den Ertrag und die Rentabilität von Solar-anlagen. Regelmäßige Vergleiche mit akkreditierten Prüflaboren wie TÜV Rheinland sichern die Leistungsmessungen auf den Sovello-Flashern. Diese internen und externen Vergleichsmessungen sind Schlüsselelemente des Qualitätssicherungskonzepts.

Bei der Finalinspektion erfolgt ebenso eine optische 100 Prozent-Abnahme der Produkte. Hier werden die Verarbeitung und die Komponenten überprüft. Am Ende steht das fertige Produkt mit einer garantierten Belastbarkeit von 5,4 kN/m² und einer maximalen Systemspannung von 1.000 Volt.

Zertifizierung

Solarmodule von Sovello sind gemäß den Anforderungen der Niederspannungsrichtlinie 2006/95/EG betreffs Sicherheitsanforderungen gemäß IEC 61730-1:2004 und IEC 61730-2:2004 zertifiziert. Ebenso werden durch das akkreditierte Prüfinstitut TÜV Rheinland die Typenanforderungen gemäß IEC 61215:2005 regelmäßig überprüft.

Für den nordamerikanischen Raum werden die Sovello-Solarmodule einer weiteren Produktzertifizierung gemäß UL 1703 unterzogen.Diese Vorgaben gelten bereits für mehrere Modultypen.