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Menschen

1 Antwort bitte: Andreas Franke, VNG Viertelenergie

Quartiersentwicklung: Worauf kommt es an?

21. September 2017

Trends wie Dekarbonisierung, Energieeffizienz, Digitalisierung und Dezentralität, die die Energiewirtschaft betreffen, tangieren ebenso die Kommunen. Die Umsetzung kommunaler Klimaschutzkonzepte und die damit einhergehende Optimierung von Quartieren und Stadtteilen sind jedoch komplexe Aufgaben, die häufig nicht allein durch die verantwortlichen Fachressorts in den Kommunen und ihre vorhandenen Projektkapazitäten gelöst werden können.

Daher bieten sich Partner an, die hier unterstützen. Ausgehend von den individuellen Anforderungen und Möglichkeiten einer Kommune, sind zuverlässige Partner wichtig, die vom Konzept bis zur Realisierung auch die Vernetzung von Einzelprojekten hin zu Gesamtlösungen im Blick haben.

Die Kooperationsfähigkeit mit Stadtwerken, Wohnungsbaugesellschaften und dem lokalen Handwerk ist ein weiteres wichtiges und erfolgsversprechendes Kriterium. Dadurch wird das Know-how der Einzelnen gebündelt und ergibt einen wirtschaftlichen Mehrwert für alle Beteiligten. Hier setzen wir als VNG Viertelenergie an und sind dazu eine Kooperation mit Tilia eingegangen.

Als Dienstleister für Kommunen und Industrie hat Tilia bereits eine Vielzahl an integrierten Energielösungen erfolgreich konzipiert und umgesetzt. Ein Beispiel ist die Entwicklung des Quartiers Querfurt Süd.

Gemeinsam mit der Stadt Querfurt und lokalen Akteuren wie der Wohnungsbaugesellschaft Querfurt oder der Agrargenossenschaft Querfurt wurde eine ganzheitliche energetische Lösung entwickelt und umgesetzt. Dabei konnten die Wärmepreise im Quartier um 25 Prozent gesenkt und gleichzeitig neue Lösungsansätze wie die Eigenstromversorgung des Carl von Basedow Klinikums in das Quartier integriert werden.

Neben dem genannten Blick auf Gesamtlösungen und der Kooperationsfähigkeit ist das Verständnis für Regionalität eine weitere Komponente, auf die es aus meiner Sicht ankommt. Quartierslösungen sind regionalspezifische Dienstleistungen und setzen eine enge Beziehung zu Kommunen und ihren Vertretern, kommunalen und regionalen Unternehmen vor Ort voraus.

Die räumliche Nähe zwischen Kommune und Lösungsanbieter ist daher ein erfolgskritischer Faktor.

Erschienen in Ausgabe: Nr. 08 /2017