MÜNCHEN

Quartierspeicher mit Netzanschluss

Intelligente Speicherlösungen für das Stromnetz von morgen: Die Stadtwerke München (SWM) haben das Heizwerk Freiham um einen Akkuspeicher erweitert. Es ist der dritte Baustein des Smart-City-Projekts Smarter Together.

27. Juni 2019
Quartierspeicher mit Netzanschluss
(Bild: Cybrain – stock.adobe.com)

Der Batteriespeicher hat rund 1000 Kilowattstunden Ladekapazität und erbringt etwa 600 Kilowatt Primärregelleistung.

Regelenergie

Er gleicht kurzfristige Abweichungen zwischen Stromangebot und Stromnachfrage aus und trägt damit zum stabilen Stromnetz-Betrieb bei, heißt es in einer SWM-Mitteilung. Zudem kann er als Quartiersspeicher dienen.

Im Projektgebiet können sich dezentrale Stromerzeuger, wie Betreiber von Photovoltaik-Anlagen, über das virtuelle Kraftwerk der SWM an den zentralen Batteriespeicher Freiham anschließen; damit benötigt nicht jedes Gebäude einen eigenen Speicher.

Weitere Speicher geplant

Die SWM planen den Einsatz weiterer Energiespeicher in ihrem Netzgebiet. Derzeit laufen die Vorbereitungen für einen Speicher am Heizkraftwerk Freimann mit einer Leistung von 10 MW. Er soll bereits Ende des Jahres in Betrieb gehen.

Geothermie

Bereits seit Herbst 2016 heizen München-Freiham und Nachbargebiete mit Fernwärme aus Geothermie. Die SWM bauen die Fernwärme nicht nur im Neubaugebiet Freiham aus, sondern verdichten sie auch in den zwei Bestandsgebieten.

Smarter Together

Gemeinsam mit Lyon und Wien wurde München von der EU-Kommission ausgewählt, um richtungsweisende Smart-City-Lösungen zu erproben. Laut SWM fließen bis 2021 insgesamt rund 20 Mio. Euro in das Projektgebiet Neuaubing-Westkreuz/ Freiham mit seinen rund 30.000 Einwohnern.

Großprojekt München-Freiham

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