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Quartierversorgung

Dossier

Seit Inkrafttreten des Mieterstromgesetzes im Juli 2017 sind bis 31. Januar 2018 65 PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 1,5 MW für die Mieterstromförderung bei der Bundesnetzagentur angemeldet worden. Dazu haben im Januar 2018 rund 290 kW angemeldete Leistung beigetragen. Das jährliche Volumen für das Jahr 2018 beträgt 500 MW. Es bleibt also noch viel Luft nach oben.

28. März 2018

In den 20 größten deutschen Städten gibt es ein Potenzial von bis zu 33.000 Photovoltaikanlagen auf großen Wohngebäuden. Rund 1,4 Millionen Mieter könnten damit preiswerten Solarstrom beziehen. Zu dem Ergebnis kommt eine Analyse von BSW-Solar und weiteren Verbänden.

Quartierwärme ist noch ausbaufähig: Der Anteil von KWK in Privathaushalten liegt im niedrigen einstelligen Prozentbereich. 2015 lag der Wärmeverbrauch der Gebäude bei 730 TWh. Dabei machten Wärmenetze mit neun Prozent und Wärmepumpen mit ein Prozent nur einen geringen Anteil am Gebäudewärmemix aus.

75 Prozent der Bevölkerung in Deutschland leben in Städten. Die Umsetzung kommunaler Klimaschutzkonzepte und die Optimierung von Quartieren und Stadtteilen betrifft damit einen Großteil der Menschen in unserem Land.

Wärmeanwendungen machen einen Anteil von 54 Prozent am Energieverbrauch aus, dabei gehen 28 Prozent auf das Konto der Raumwärme und fünf Prozent auf das der Warmwasserbereitung.

Privathaushalte haben am Endenergieverbrauch von insgesamt 9.152 Petajoule (2016) einen Anteil von rund 26 Prozent. Damit können sie ebenso wie Verkehr und Industrie einen wesentlichen Beitrag zu Energiewende und Klimaschutz leisten.

Mit Mieterstrom können sich auch Bewohner von Mehrfamilienhäusern an der Energiewende beteiligen. Eine Umfrage im Frühjahr 2017 von Lichtblick unter Mietern hat gezeigt, dass in 82 Prozent der Mietswohnungen keine Anlagen installiert sind, mit denen vor Ort grüner Strom erzeugt werden könnte also beispielsweise Blockheizkraftwerke oder PV-Anlagen. 66 Prozent der Befragten könnten sich vorstellen, Mieterstrom zu beziehen, vier Prozent bezogen diesen zum Befragungszeitpunkt schon.

Erschienen in Ausgabe: Nr. 03 /2018