ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Quartierversorgung: Daten gut, Wohnen gut

Rüsselsheim am Main ist bekannt wegen des Opel-Werks in der Innenstadt. Jetzt soll die Stadt auch ein Beispiel für moderne Quartierversorgung sein. Im Stadtteil Horlache Park wird das ‚Quartier der Zukunft‘ gebaut.

02. November 2018
(Bild: j-mel/Fotolia.de)

Unter der Führung der Stadtwerke Rüsselsheim erarbeiten die fünf Forschungspartner gemeinsam die Bedingungen für den Aufbau IT-basierter Infrastrukturen zur modernen Daseinsvorsorge, heißt es in einer Projektbeschreibung. „Die Bewohner im Horlache Park können sich auf Verbesserungen wie Smart-Home-Lösungen, eine verbesserte Energiekostenkontrolle bis zu einem WLAN in ihrem Wohnumfeld freuen“, kündigt Stadtwerke-Geschäftsführer Hans-Peter Scheerer an.

Neues Stadtwerke-Produkt

Die intelligente Erfassung und Verarbeitung von Daten zur Optimierung und Vereinfachung des städtischen Alltagsleben werden künftig Teil einer modernen Daseinsvorsorge sein und damit zu einem Zukunftsfeld für Stadtwerke.

Smart Metering als Basis für Smart Services

Für die nötige Smart Metering Infrastruktur für Strom, Gas und Wassermessungen sowie datenschutzrechtliche Klärungen sorgt die Stadtwerke-Kooperation Trianel.

„Das Projekt verbindet den Aufbau nötiger moderner Infrastrukturen wie Smart Metering mit der endkundengerechten Aufarbeitung von Daten zur Erhöhung der urbanen Lebensqualität und für die Entwicklung plattformbasierter Geschäftsmodelle“, so Jan Scheffczyk, Leiter Smart Metering bei Trianel. Nach seinen Worten würden die Smart Metering Daten über alle Medien im Kontext zu anderen Daten gesetzt und für den Endkunden sinnvoll aufbereitet.

Das wird Klarheit darüber bringen, welche Daten für Smart Services benötigt werden, heißt es. „Dies ist gerade mit Blick auf den Datenschutz ein wichtiger Punkt für die Etablierung solcher Projekte“, so Trianel.

Entwicklung einer App

Das nötige Know-how für die Hardware der angestrebten offenen Datenplattform für urbane Dienstleistungen wie beispielsweise Parkinformationen, Energieverbräuche oder die Steuerung von Haushaltstechnik, liefert Urban Software Institute.

Durch die Integration auf einer Plattform können die Bewohner die neuen Dienste im Quartier über eine einzelne App nutzen, heißt es. Zudem steht es durch das offene Konzept auch anderen Firmen offen, Mehrwert-Dienste für die Anwohner des Quartiers anzubieten.

Fünf Projektpartner

Mit dem gemeinsamen Projekt haben sich die fünf Partner in einem Wettbewerb des BMWI durchgesetzt und sich ein Fördervolumen von 3,8 Mio. € über die Projektlaufzeit von drei Jahren gesichert. Das Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung eines Systems aus Sensoren und IT für zukünftige Wohnquartiere. Neben den Stadtwerken Rüsselsheim sind Trianel, das Urban Software Institute sowie zwei Fraunhofer-Institute an dem Projekt beteiligt.